Route vita 1 und vita 2 vom 13.01.2006 bis 27.01.2006
Unsere Route
Unsere Bordkarte
Unser Schiff
Schiffsdaten:
Bauwerft: AKER MTW Werft GmbH, Wismar
Baujahr:
2002
Geschwindigkeit:
20 kn
Vermessung: 42.289 GT
Schiffslänge:
202,85 m
Schiffsbreite:
28,1 m
Tiefgang:
6,2 m
Decks:
12 Maschinendaten:
Antrieb:
Diesel elektrisch
Fahrmotor:
18.800 kW
Hauptdieselmotor:
27.550 kW
Propeller:
2 Festpropeller
Bugstrahlruder:
2 x 1.200 kW
Heckstrahlruder:
2 x 700 kW Kabinen und öffentliche Bereiche:
Passagierkabinen:
633
Restaurants:
3
Restaurantfläche:
2.443 m²
Bars:
5
Besatzungskapazität:
418
Wellnessbereich:
1.200 m²
Fläche Sonnendecks:
3.450 m²
Anreise
Nach einer problemlosen Anreise mit der Condor von
Frankfurt aus landeten wir pünktlich auf La Romana in der
Dominikanischen Republik. Der Transfer zum Hafen, das Einchecken und
auch der Transport des Gepäcks bis auf die Kabine war wie immer gut
organisiert. La Romana war jeweils der Ausgangspunkt für die beiden Routen vita 2
und vita 1, die wir auch in dieser Reihenfolge fuhren.
Die Dominikanische Republik erstreckt sich auf einer
Fläche von 48.734 km² und hat ca. 8,7 Millionen Einwohner. Die
Landschaft ist ist waldreich und bergig mit fruchtbaren Tälern und
Ebenen. An den Küsten im Norden, Südosten und Osten liegen viele
Strände, die teilweise von Bergen umgeben sind. Die Hauptstadt ist Santo
Domingo mit ca. 3 Millionen Einwohnern. La Romana ist mit 150.000
Einwohner die drittgrößte Stadt der Dominikanischen Republik. La Romana
war über Jahrhunderte nichts weiter als ein kleines Dörflein. Bereits
1502 wurde die Gegend, allerdings ohne Erfolg, nach Gold erkundet. Erst
Jahrhunderte später wuchs das Dorf aufgrund des Zuckerbooms zu einer
Stadt mit Hafen heran.
AIDA vita
Hier gibt es einige Bilder
von dem Außenbereich der AIDA vita,
von dem Innenbereich
und von unserer Kabine.
Natürlich dürfen auch Einblicke in die Restaurants und
Bilder von den leckeren Speisen nicht fehlen.
Seenotrettungsübung
Die Teilnahme an der Seenotrettungsübung am Tag nach
dem Auslaufen ist Pflicht. Da wir an beiden Routen teilgenommen haben,
waren wir auch bei zwei Übungen dabei.
Begrüßung
Jeweils nach der Seenotrettungsübung fand die Begrüßungsshow
auf dem Pooldeck statt.
Tortola
Die British Virgin Islands bestehen aus einer Gruppe
von 50 Inseln, von denen nur vier eine bedeutsame Größe haben. Die
Inselgruppe ist als Inspirationsquelle für R. L. Stevensons berühmten
Roman "Die Schatzinsel" eingegangen. Tortola ist die größte Insel
mit ca. 16.000 Einwohner. Road Town ist die Hauptstadt Tortolas und die
einzige Stadt überhaupt und hat ca. 5.000 Einwohner.
Wir fuhren mit einem offenen Safari-Bus, so dass wir
unterwegs viel von Land und Leuten sehen konnten.
Unser erstes Ziel war der Yachthafen Pussers Landing
mit einigen wirklich schönen Segelyachten. An der nicht sehr lange
Hafenpromenade befinden sich bunte Cafes und Shops umrahmt von einer
bunten Vegetation.
Tortola ist sehr bergig und der Mount Sage mit 543
Metern die höchste Erhebung. Diese Gegend ist als Naturschutzgebiet
ausgewiesen. Die Straßen sind sehr kurvenreich und eng. Je höher man die
Kammstraße Richtung Fort Hill hinauffährt, desto Atem beraubender wird
die Aussicht und desto dichter wird die Vegetation des Regenwaldes.
Mahagonibäume und Baumfarne weisen auf die ursprüngliche tropische
Waldvegetation hin.
Auf der Kammstraße konnten wir diese beeindruckende Straßenmalerei
bewundern.
Im Hafen war die AIDA vita nicht das einzige Schiff.
Neben uns lag die Arcadia, ein Schiff der britischen Reederei P&O
Cruises aus Southampton. Die Arcadia bietet Platz für über 2300
Passagiere und 900 Crew-Mitglieder. Sie wurde im April 2005 in Betrieb
genommen, ist 83.000 Tonnen schwer und ist mit einer Länge von 290
Metern nur um 55 Meter kürzer als die Queen Mary 2. Ein sehr
beeindruckender Ozeanriese, neben dem unsere AIDA doch ein wenig klein
wirkte.
Antigua
Ein Strand mit einer Insel in der Mitte. Diese
Beschreibung wird der Karibik-Insel Antigua am ehesten gerecht. Sie hat
einen Durchmesser von ca. 20 Kilometer und eine der besten Traumstrände der
Karibik. Und das nicht wenige - nämlich genau 365. Antigua ist eine
britisch geprägte Insel mit hügeliger Landschaft im Süden, der quirligen
Hauptstadt St. John's, kleinen Dörfern mit bunten Holzhäuschen und
wird bewohnt von ca. 65.000 Einwohnern.
Die Fahrt ging mit Safari-Jeeps teilweise off-road
durch Antigua, was sehr viel Spaß machte.
Erster Stopp war bei den Block House Ruins. Fort George
auf dem Monk's Hill stellt einen der ersten Versuche dar, die Einfahrt
zum Hafen von Falmouth zu sichern. Die Ruinen des Originalbauwerks aus
dem 17. Jahrhundert sind inzwischen kaum mehr zu erkennen. Doch der
Ausblick ist atemberaubend. Von dort konnten wir auch den noch immer
nicht erloschenen Vulkan von Montserrat sehen. Über seiner Spitze waren
deutlich Rauchwolken zu erkennen.
Die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit ist Nelson's
Dockyard (Nelsons Werft) im English Harbour, das sich ca. 20 km von St.
John's an der Südküste befindet. Den strategischen Wert dies Hafens
hatte die Königliche Marine bereits 1670 erkannt und in der Folgezeit
diente er als Verteidigungsbasis gegen die Franzosen, die sich ebenfalls
für die Insel interessierten. Baubeginn für die Werft, wie sie heute zu
besichtigen ist, war 1725. Als Nelson 1784 auf diesen Stützpunkt
versetzt wurde, verfügte die Werft über diversen Werkstätten, Schmieden,
Ingenieursbüros sowie Lager und Verkaufsstellen für Kupfer, Segeltuch
und Bauholz. Das alte Admiral's House (nach Nelson benannt), ist heute
ein Museum. Admiral's Inn, einst ein Lagerhaus und Tischlerspeicher, ist
in ein hübsches kleines Hotel umgewandelt worden.
Oberhalb von Antigua Nelsons Dockyard konnten wir noch
mal einen wunderschönen Blick auf die Küste genießen.
Am Pigeon Point Beach nahmen wir unser Mittagessen ein
und hatten noch genügend Zeit zum Baden im 27 Grad warmen Wasser.
Auch im Hafen von Antigua lag wieder die Arcadia neben
uns. Gesehen haben wir dort auch die Sea Cloud, eine luxuriöse
Viermastbark der Extraklasse. Diese wurde 1931 in Kiel als Privatyacht
gebaut, ist 109 Meter lang, für 63 Passagiere ausgelegt und ist
überwiegend in der Karibik und im Mittelmehr unterwegs.
Dominica
Zwei Inselgruppen bilden den östlichen Bogen der
Kleinen Antillen, die Leeward-Inseln im Norden und unterhalb von ihnen
die Windward-Inseln. Dominica liegt genau in der Mitte. Die Insel zählt
zu den ursprünglichsten und wildesten der Antillen. Rund 300 Flüsse und
Gebirgsbäche durchziehen die 750 m² große Insel. Obwohl die
Inselhauptstadt Roseau nur eine relativ kleine Stadt ist, leben dort
mehr als 17.000 Einwohner. Es gibt nur wenig historisches zu sehen, da
weite Teile Roseaus 1805 von einem Feuer zerstört wurden.
Eines unserer Karibik-Highlights war das Whalewatching.
Delphine sahen wir leider nicht, wurden aber dafür mit 4 Walen belohnt.
Es war ein bewegender Moment, diese Kolosse zu beobachten, wie sie trotz
ihrer Größe so leicht und majestätisch durch das Wasser glitten. Ein
Anblick, den wir sicherlich nicht so schnell vergessen werden.
In Dominica gibt es einen riesigen Botanischer Garten.
Aufgrund der Rahmenbedingungen (viel Regen, tropisches Klima und
geschützte Lage) gedeiht der Garten zusehends. Hier findet man viele
Pflanzen der Insel auf einem Fleck. Die Planung des Gartens begann 1890
in einem Landstrich, der für den Anbau von Zuckerrohr genutzt worden
war. Der Garten ist in einen dekorativen und einen wirtschaftlichen
Bereich unterteilt und hat den Ruf, einer der schönsten in der Karibik
zu sein.
Vom unserem Whalewatching-Schiff aus konnten wir die
AIDA mit den Bergen im Hintergrund sehen. Etwas weiter entfernt lag die
Carnival Destiny. Sie wurde im November 1996 Indienst gestellt, fährt
für Carnival Kreuzfahrten, ist 272 Meter lang und hat eine
Passagierkapazität von ca. 2.600 Personen. Weiter draußen auf Reede lag
die MS Arion. Das 1965 gebaute und zuletzt im Dezember 2000 für 20 Mio.
Dollar renovierte Schiff fuhr früher im deutschen Markt unter dem Namen
MS ASTRA. Sie ist 118 Meter lang und hat Platz für 340 Passagiere.
Zum Abschuss eines schönen und erlebnisreichen Tages
konnten wir noch einen schönen Sonnenuntergang genießen.
St. Lucia
St. Lucia ist die zweitgrößte der vier Inseln, die zur
Gruppe der Windwards gehören. Wie bei den Nachbarn St. Vincent und
Grenada wird das Hinterland von einem Gebirge bestimmt, mit dem Berg
Mount Gimmi (960 Meter) als höchste Erhebung. Auf der Insel herrscht das
ganze Jahr über Hochsommer, wobei die ständig wehenden Winde für
Abkühlung sorgen. St. Lucia gehört sicherlich zu einer der schönsten
Trauminseln der Karibik. Es gibt dort farbenfrohe Fischerdörfer,
versteckt gelegene Strände, großartige Regenwälder und eine üppige
exotische Blütenpracht. Die Hauptstadt Castries befindet sich in der
Mitte einer Bucht, die vom knapp 260 Meter hohen Berg Mount Fortune auf
der einen Seite und dem Vorgebirge der Vigie-Halbinsel sowie dem
Flughafen auf der anderen Seite eingerahmt wird. Von den ca. 154.000
Inselbewohnern leben etwa 60.000 in der Hauptstadt. Auch Castries wurde
in der Vergangenheit von mehreren Feuern heimgesucht, die große Teile
der Stadt vernichtet haben. Deshalb gibt es dort nur noch wenige
historische Gebäude zu bewundern. Auf St. Lucia machten wir auch
den längsten Ausflug unserer Reise. Was erst scherzhaft als
"Kaffeefahrt" von uns bezeichnet wurde, entwickelte sich als sehr
informative und unterhaltsame Busfahrt mit vielen Stopps und tollen
Eindrücken, die wir nicht so schnell vergessen werden. Einen großen
Anteil hatte daran unsere Reiseleiterin. Eine Ex-Berlinerin, die schon
über 20 Jahre auf St. Lucia lebt und somit Land und Leute sehr gut
kennt. Mit ihrer lustigen Art, ihrem befreienden Lachen und ihrer Freude
daran, uns möglichst viel von ihrem jetzigen Lebensraum zu erzählen,
verschaffte sie uns einen kurzweiligen und sehr interessanten Tag.
Vom Aussichtspunkt Moule a Chique, hatten wir einen
atemberaubenden Ausblick auf den Süden der Insel. Moule a Chique ist von
Fieux Fort aus, der zweitgrößten Stadt der Insel, über eine enge,
kurvenreiche und sehr steile Straße zu erreichen.
Auf Moule a Chique steht auch einer unserer geliebten
Leuchttürme - ein weiterer in unserer Sammlung.
Das Kolonialhaus der Plantage Balenbouche ist ein
wahrer Traum. Es ist voller Antiquitäten und historischer Möbelstücke.
Eines der wenigen Beispiele der Architektur des frühen 19. Jahrhunderts,
das die wechselvolle Geschichte im Originalzustand überlebt hat. Die
Hausherrin und ihre Tochter erzählten uns viel von der Vergangenheit,
aber auch von der Gegenwart und den Bemühungen, dieses Anwesen zu
erhalten.
Hinter der Ortschaft Soufrière steigt das Land auf etwa
drei Kilometer allmählich bis zum Krater des Soufrière an. Die inmitten
des Kraters liegenden Sulphur Springs (Schwefelquellen) können bequem
mit dem Auto oder dem Bus erreicht werden. Deshalb wir auch scherzhaft
vom einzigen befahrbaren Vulkan der Welt (Drive-In-Vulkan) gesprochen.
Wir sahen dort blubbernde Schlammpfützen und dampfende Schwefelquellen.
Immer wieder schießt Dampf empor und erinnert an die Aktivitäten tief
unten im Berg. Faszinierender Anblick, aber die Geruchsentwicklung war
nichts für unsere Mägen, so dass wir froh waren, diesem fürchterlichen
Gestank möglichst schnell wieder zu entkommen.
In einem kleinen Dorf bei Soufriere nahmen wir unser
Mittagessen ein, bei dem wir mit teilweise landestypischen Speisen
verwöhnt wurden. Anschließend gab es noch eine kleine Führung durch das
Dorf.
Die beiden Berge, der große (769 Meter) und kleine (723
Meter) Piton, sind Wahrzeichen von St. Lucia und seit 2004
Weltkulturerbe. In allen Beschreibungen haben wir gelesen, dass die
Pitons Vulkane sind. Unsere Reiseleitung erzählte uns jedoch, dass das
nicht stimmt und dass die Pitons ganz normale Berge seien. Leider
konnten wir bisher nicht herausfinden, welche Theorie nun der Wahrheit
entspricht. Sicher ist jedoch, dass die Pitons, die sich an der
Westküste nahe dem Kolonialstädtchen Soufrière fast senkrecht aus dem
Meer erheben, einen tollen Anblick unter dem karibischen Himmel bieten.
Literatur-Nobelpreisträger Derek Walcott, der berühmteste Einheimische,
nannte sie den "Busen der Karibik".
In der Nähe von Soufriere liegt an der Küste die Margiot Bay.
Die Bucht ist von Palmen umsäumt und von üppig bewachsenden Bergen
eingerahmt, die sich direkt am Wasser Richtung Himmel erheben. Da der
Yachthafen wegen seiner atemberaubenden Szenerie äußerst beliebt ist,
wurde dort bereits zahlreiche Filme gedreht. So war die Bucht bereits
exotischer Hintergrund für "Dr. Doolittle" und "Supermann II".
Auch in Castries gab es einen Leuchtturm für unsere
Sammlung.
Mit uns im Hafen von St. Lucia lag die Serenade of the
Seas. Sie wurde 2003 in der Meyer Werft gebaut und in New York durch
Whoopi Goldberg getauft. Sie fährt für die Reederei Royal Caribbean
Cruises, hat eine Länge von 293 Meter und kann ungefähr 2.100 Passagiere
befördern. Gegenüber lag ein kleineres Schiff, die Van Gogh. Sie wurde
1975 in Helsinki gebaut und ist 156 Meter lang.
Seetag
An unserem zweiten Seetag wieder zurück nach La Romana
konnten wir uns von dem "Ausflugsstress" der ersten Woche bestens
erholen und die Vorzüge der AIDA vita genießen. Am Abend gab es dann
wieder einmal einen traumhaften Sonnenuntergang.
La Romana
In La Romana besuchten wird das Künstlerviertel Altos de Chavón,
das im luxuriösen Ferienzentrum "Casa de Campo" liegt. Dieses
Künstlerdorf ist der aus Stein gewordene Traum des ehemaligen
Präsidenten der amerikanischen Zuckerkompagnie Gulf and Western, Charles
Bluhdorn, der in den 70er Jahren diese Detail getreue Kopie eines
mediterranen Dorfes im Stil des 16. Jahrhunderts errichten ließ. Zum Bau
der zahlreichen Gebäude wurde hauptsächlich der hier reichlich
verfügbare Korallenkalkstein verwendet. Reizvolle Gassen mit
Kopfsteinpflaster und Plätze mit schönen Brunnen laden zum Bummeln und
Verweilen ein. Neben der Kirche San Estanislao, diversen Parks, Ateliers
und Wohnkomplexen sind hier viele Läden zu finden, in den die
verschiedensten Erzeugnisse des lokalen Kunsthandwerkes zu finden sind.
Im großen Amphitheater mit 5.000 Plätzen finden regelmäßig Konzerte
statt.
Grenada
Grenada ist die südlichste der Windward-Inseln und
vulkanischen Ursprungs. In der Mitte der Insel verläuft eine Bergkette.
Die abwechslungsreiche Landschaft besteht aus tropischen Regenwäldern,
Schluchten und ruhenden Vulkanen. Grenada ist 344 km² groß, 33 Kilometer
lang, 19 Kilometer breit und hat ca. 94.000 Einwohner. Die
Landwirtschaft ist der wichtigste Zweig der Insel. Ein Drittel der auf
dem Weltmarkt angebotenen Muskatnüsse kommt aus Grenada. Die Hauptstadt
des unabhängigen Commonwealth-Staates ist St. George's. Sie ist
terrassenförmig angelegt und gehört zu den attraktivsten Hafenstädten
der Karibik. Mit ihren weißen und pastellfarbigen Häusern ziehen sie die
Hänge wie ein Amphitheater um die Hafenbucht. Die Bauten stammen noch
aus der Zeit, als sich die Schiffe mit Zucker, Rum und Gewürzen beladen
auf den Weg nach England machten. Auf den Anhöhen der Stadt sind immer
noch Reste alter Festungsbauten zu sehen. So z.B. auch das auf einem
Felsenvorsprung errichtete Fort George und einige Kirchtürme. Im
September 2004 richtete der Hurrikan Ivan große Schäden an, die wir
heute noch sehen konnten.
Weitere Infos und Bilder gibt es auch unter
AIDAaura 2008.
Der alte, sich nicht mehr im Betrieb befindliche Leuchtturm
steht auch auf dem Felsenvorsprung neben den Festungsbauten.
Wir hatten für den Tag in Grenada eine
Regenwaldswanderung geplant. Auf dem Weg dorthin besuchten wir den 530
Meter hoch gelegenen Kratersee Grand Étang, der sich genauso, wie der
Regenwald, in dem Nationalpark Grand Étang Forest Reseve befindet. Der
See fasziniert normalerweise als kobaltblaues, unergründlich tief
erscheinendes Gewässer. Aber nur, wenn das Wetter gut ist. Bei unserem
Besuch war es leider sehr neblig.
Unsere Wanderung führte uns zuerst durch eine
Plantagenlandschaft. Dort werden Kakao, Bananen, Gewürznelken, Zimt und
Mango angebaut. Auch hier konnten wir die Schäden des Hurrikans Ivan
noch deutlich erkennen. Dann ging es weiter durch den Regenwald mit
Nadelhölzer und Palmen, riesige Baumfarne und 20 Meter hoch aufragende
Bambushaine. Nach einer Flussdurchquerung kamen wir zum Seven Sister
Wasserfall. Dort konnten wir einige Wagemutige beim Sprung in die Tiefe
zuschauen. Da es zuvor ziemlich geregnet hatte, war der Weg durch den
Regenwald, der erst steil nach unten und auf dem Rückweg wieder steil
nach oben ging, sehr matschig und beschwerlich. Auch die Schuhe waren
nach der Wanderung voller Matsch. Deshalb waren wir sehr dankbar, dass
auf dem Rückweg freundliche Einheimische mit Eimer und Schwamm auf uns
warteten und uns von dem größten Dreck befreiten. Das war uns gerne
einen Obolus wert.
Neben uns im Hafen lag die 1998 gebaute und 293 Meter
lange Sea Princess. Auf Reede lag die Sun Princess von der gleichen
Reederei Princess. Diese wurde 1995 gebaut und ist 260 Meter lang.
Am Abend konnten wir dann bei einem Sonnenuntergang
unseren Erinnerungen an den erlebnisreichen Tag freien Lauf lassen.
Isla Margarita
Isla Margarita liegt ca. 49 Kilometer vor der Nordküste
Venezuelas. Sie ist mit 1.150 km² Fläche die größte von 70 Inseln, die
zum Staat Nueva Esparta von Venezuela gehören. Christoph Columbus
entdeckte auf seiner dritten Reise zur Neuen Welt am 15. August 1498 die
Insel und benannte sie nach Margarete von Österreich.
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AIDAaura 2008.
An diesem Tage waren wir mit Jeeps auf der Halbinsel Macanao
unterwegs.
Erstes Ziel war der Nationalpark La Restinga. Die
Laguna de la Restinga die im Norden der die Insel Margarita mit der
Macanao-Halbinsel verbindet, beherbergt einen 28 Kilometer langen und
4,5 Kilometer breiten Nationalpark. Dort warten Lagunen, enge Kanäle,
Mangroven, ein Muschelsandstrand und die dort lebenden Seevögel auf ihre
Entdecker. Wir stiegen dort in die landestypischen Fischerboote um und
ließen uns durch die schmalen Mangrovenkanäle kutschieren. Unser
Bootsführer zeigte uns dabei Seesterne, Seepferdchen und einige
Wasservögel. Sehr interessant und da unser Boot richtig schnell war, war
auch der Spaßfaktor garantiert.
Wir machten auf unserer Fahrt Stopps an zwei
verschieden Stränden. Der Weg zum ersten Strand führte über eine kurze
Offroad-Strecke. Dort machten wir Pause bei einem kühlen Getränk und
ließen die Natur auf uns wirken.
Der zweite Stopp war verbunden mit einem ca.
einstündigen Badeaufenthalt.
Danach ging wieder zurück Richtung AIDA. Unterwegs
machten wir nochmals Halt zu einem gemütlichen Essen. Unsere Fahrer
ließen es sich dabei nicht nehmen, für etwas Unterhaltung zu sorgen.
In Isla Margarita lagen wir auf Reede und mussten mit
den Tenderboten der AIDA zum Hafen und wieder zurück gebracht werden.
Auch den Tag in Isla Margarita konnten wir mit einem
schönen Sonnenuntergang abrunden.
Bonaire
Bonaire ist mit 288 km² die zweitgrößte Insel der
Niederländischen Antillen und Teil der ABC-Inseln, zu denen auch Aruba
und Curacao gehören. Die flache und felsige Insel hat 11.500 Einwohner.
Der Name Bonaire stammt von den Ureinwohnern. "Bojnaj", das übersetzt
"niedriges Land" heißt. In der kleinen Inselhauptstadt Kralendijk stehen
meistens einfach konstruierte eingeschossige Gebäude. Gemauert sind sie
aus heimischen Naturstein, der dann verputzt und in herrlichen Farben
getüncht wird. Lohnenswert ist ein Bummel an der Hafenpromenade, mit
ihren Restaurants und Straßencafés.
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AIDAaura 2008.
Eine Sehenswürdigkeit ist das Fort Oranje, eine
karibische Befestigungsanlage aus dem 19. Jahrhundert. Ihre Geschütze
sind noch heute auf das offenen Meer gerichtet, jedoch nicht mehr in
kriegerischer Absicht. Das Fort ist heute Sitz des Hafenkontors und des
Hafenmeisters. Im Fort Oranje steht auch ein Leuchtturm.
An diesem Tag waren wir wieder mit dem Jeep unterwegs.
Am Anfang der Tour regnete es sehr stark, so dass ein Fotografieren
unmöglich war. Glücklicherweise ließ der Regen im Laufe der Vormittags
nach und die Bewölkung lockerte sogar etwas auf. Unterwegs begegnet man
immer wieder wilden Eseln, die auch ab und zu am Straßenrand stehen. Das
Verkehrsschild "Donkey crossing" gibt es auf Bonaire tatsächlich.
An der Bucht von Washikemba konnten wir die Gewalt der
Wellen hautnah erleben. Sie donnerten mit einer enormen Wucht auf die
felsige Küste. Alles war voller Gischt. Es war hier dringend ratsam, den
nötigen Abstand zu wahren. Laut unserem Führer gab es dort schon einige
Todesfälle.
In Bonaire war es uns erstmals möglich, Flamingos in
freier Wildbahn zu beobachten. Die Flamingos sind das Wahrzeichen
Bonaires. Leider konnten wir aufgrund der begrenzen Zeit nicht das
Gotomeer besuchen. So wird ein See genannt, der als einer der schönsten
Flecken der Insel gilt und zugleich einer der letzten 4 verbliebenen
Brutplätze der karibischen Flamingos ist.
Auch beim Leuchtturm Spelonk donnerten die Wellen
erbarmungslos an die Küste. Ein toller Anblick, wenn wieder eine riesige
Gischtwelle versucht, den Leuchtturm zu "fressen".
Nicht weit von der Küste haben wir die Höhlen von Spelonk
besucht. Dort sieht man noch teilweise alte Felsmalereien von
indianischer Herkunft.
Den besten Blick auf den Hafen und die Häuser von
Kralendijk sowie die vorgelagerte Insel Klein Bonaire hat man von Seru Largu
aus.
Bei unserem Bummel an der Hafenpromenade hatten wir
einige tierische Begegnungen. Auch sind wir wieder einigen Flamingos
begegnet.
An diesem Tag war die AIDA das einzige Kreuzfahrtschiff
im Hafen.
Curacao
Curacao ist mit einer Fläche von 444 km² die größte
holländische Insel innerhalb der Gruppe der Niederländischen Antillen.
Willemstad ist die Hauptstadt und seit 1997 UNESCO Weltkulturerbe. Die
im Jahre 1826 gebaute Befestigungsanlage befindet sich an der Südseite
von Fort Amsterdam. Heute sind dort hinter den dicken Mauern Restaurants
und Geschäfte zu finden. An der Ostseite des Fort-Amsterdam befindet
sich die im Jahre 1742 gebaute, älteste evangelische Kirche der Insel.
Durch die St. Anna Bucht in zwei Distrikte unterteilt,
sind auf beiden Seiten der Stadt wunderschöne Giebelhäuser aus dem 18.
und 19. Jahrhundert zu sehen. Diese Gebäude sind in jeder Hinsicht
typisch niederländisch, mit einer Ausnahme allerdings: Die Fassaden sind
mit den verrücktesten Pastelltönen gestrichen. Es wird behauptet, dass
einer der ersten Gouverneure der Insel gegen die vormals weißen Gebäude
eine Allergie entwickelte, die sich zur Migräne steigerte. Deshalb
wurden die Häuser alle bunt gestrichen. Die Königin-Emma-Brücke haben
wir leider nicht gesehen. Sie erstreckt sich normalerweise über die St.
Anne-Bucht und verbindet Willemstads Stadtteile Punda und Otrabanda
("die andere Seite"). Sie ist eine Ponton-Brücke und wird mehrmals am
Tag geöffnet, um den Schiffen die Fahrt in und aus dem Hafen zu
ermöglichen. Zur Zeit wird die aus dem Jahr 1988 stammende Brücke jedoch
renoviert. Somit war ein Wechsel zwischen den Stadtteilen nur mit Fähren
möglich. Alternativ können auch Busse, die über die blau-gelbe
Juliana-Brücke fahren, genutzt werden. Beides konnten wir kostenfrei
nutzen.
Niederländische Architektur lässt sich in Willemstad am
besten mit einem Spaziergang auf dem Scharlooweg entdecken. Im
Scharlooweg 77 befindet sich das als "Hochzeitskuchen" bezeichnete Haus.
Den Scharlooweg erreicht man ganz leicht, wenn man vom Schwimmenden
Markt aus über die Königin-Wilhelmina-Brücke geht. Die
Königin-Wilhelmina-Brücke ist heute eine feststehende Konstruktion am
Nordende der Columbusstraat. Zur rechten Seite liegt das Waaigat
(kleines Hafenbecken).
Der Schwimmende Markt ist eine Ansammlung pittoresker
kleiner Schoner aus Venezuela, die hier festmachen, um ihre Waren wie
Früchte, Gemüse und Fisch feilzubieten.
Nicht weit vom Hafen und der Königin-Wilhelmina-Brücke
befindet sich eine kleine Markthalle. Die dort angebotene Ware
wird aber eher nur die Einheimischen ansprechen.
Im Hafen fuhren immer wieder Tanker an der AIDA vorbei,
denn eine Ölraffinerie war nicht weit entfernt.
In Curacao hatten wir endlich mal die Gelegenheit, die
AIDA schön beleuchtet aus der Ferne zu sehen. Auch die beleuchteten
Giebelhäuser sahen nachts unheimlich toll aus.
Abreise
Am Abreisetag konnten wir morgens schon am Hafen für
den Rückflug mit der Condor einchecken. Dort haben wir auch gleich die
Koffer aufgegeben und die Bordkarten erhalten. Danach ging es wieder auf
die AIDA vita, wo für das Schiff bis zum Flughafentransfer am Nachmittag
noch etwas genießen konnten.
Quelle: Hafeninfos, HEUTE Info und Ausflugsprogramm der
Aida vita