Am 22.06.2003 machten wir eine Ausflug nach Blaubeuren. Blaubeuren liegt in
einer Talschleife der Blau, idyllisch eingerahmt von bewaldeten Höhenzügen und
steil aufragenden Dolomitfelsen. Als Stadt wird Blaubeuren erstmals im Jahr 1267
erwähnt. Die Wappenfigur ist das "Blaumännle".
Blautopf
Unter dem Gewässer des geheimnisvollen
Blautopfes verbirgt sich eine der
größten Karstquellen Europas. Entstanden ist das gewaltige Höhlensystem durch
die Spalten und Risse, die sich in dem wasserdurchlässigen Kalkgestein gebildet
haben. Hier spricht man von Verkarstung, das heißt die Auflösung des weichen
Kalkgesteins durch kohlensäurehaltiges Wasser. Der Kalk wurde abgeschwemmt und
dadurch entstanden riesige unterirdische Hohlräume. Die Unterwasserhöhle des 21
m tiefen Blautopfes konnte von dem Taucher Jochen Hasenmayer bereits auf einer
Länge von 1300 m erkundet werden.
Das Wasser des Blautopfs ist meist nur nach längeren Regenpausen blau. Die
anderen Farben werden dann durch das einfallende Licht verschluckt. Nach
Niederschlägen erscheint das Wasser aufgrund der mitgeführten Schmutzteilchen
aus dem unterirdischen Höhlensystem eher grün oder schmutzig braun.
1742 wurde am Blautopf das städtische Wasserwerk und eine Schleifmühle
errichtet, in denen mit Wasserkraft gepumpt und Geräte betrieben wurden. Die
Schleifmühle wurde 1804 in eine Hammerschmiede umgewandelt. Sie bestand bis
1889. Dann wurde in dem Gebäude eine mechanische Werkstatt eingerichtet. Durch
den Wegfall des Pumphauses 1956 konnte in dem Gebäude eine historische
Hammerschmiede eingerichtet werden. Über ein Wasserrad werden in der
Hammerschmiede zwei Schmiedehämmer, eine Schleifmaschine und der Blasebalg für
die Esse betrieben. In der Hammerschmiede sind vor allem Werkzeuge hergestellt
worden. Die Entstehung eine Schaufel sowie andere Schmiedevorgänge sind in der
Hammerschmiede ausgestellt.
Benediktinerkloster
Das ehemalige
Benediktinerkloster
aus dem Jahre 1085, das mit dem spätgotischen Altar einen
berühmten Schatz hat, beherbergt heute ein altsprachliches Internat. Die
Grundzüge der Klosteranlage sind bis heute im wesentlichen erhalten geblieben.
Quelle: Schwäbische Alb von Johann Schrenk, Michael Müller
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