Unsere Anreise erfolgte völlig problemlos bei strahlendem Sonnenschein. Die
Schlüsselübergabe bei DanCenter war in ein paar Minuten vorbei. Erstaunt waren
wir, als wir gefragt wurden, ob wir einen oder zwei Schlüssel haben möchten.
Diese Möglichkeit gab es in der Vergangenheit noch nie. Wenn sich mehrere
Parteien ein Haus teilen, haben zwei Schlüssel schon einen Vorteil.
Das Haus liegt schön zwischen den Dünen und ist gut mit dem PKW zu erreichen.
Es liegen zwar einige Häuser in unmittelbaren Umgebung, die aber nicht störend
wirkten.
Die Inneneinrichtung ist neuwertig und sehr geschmackvoll. Alles war sehr
sauber und entsprach voll unseren Vorstellungen.
Das ist die Beschreibung unseres Hauses lt. DanCenter-Katalog:
Klitmøller begann als Siedlung der Wassermühlen. Die nutzten die Abflüsse der
Seen aus dem Hinterland, um Mehl für den Export mit Schuten nach Norwegen zu
mahlen. Später kam die Strandfischerei hinzu, die heute noch als Nebenerwerb mit
kleinen Boten betrieben wird. Die Profifischer aus dem Ort fahren ab Hanstholm
aufs Meer.
Klitmøller wird auch Hawaiis kühle Schwester genannt. Die Bucht vor dem Ort
ist ein europäisches Surfparadies, eines der besten Wavespots in der alten Welt.
Viele, auch internationale, Wettkämpfe finden hier statt. Das Surfermeeting "Red
Bull Soulwave" mit einem Dreikampf aus klassischem Wellenreiten, Kitesurfen und
Windsurfen ist ein seit 1996 wiederkehrender Event.
Am Abend, wenn die Sonne langsam untergeht, erstrahlt
ganz Klitmøller in einem warmen Rot.
Nördlich von Klitmøller berührt die Straße 181 das Meer. Bis vor die Tore von
Hanstholm verläuft sie rund 10 km durch Dänemarks größtes Naturschutzgebiet auf
dem Lande. Ein Biotop mit Dünen, Heide. Sümpfen und flachen Sandseen. Das
Hanstholm Vildereservat schützt auf fast 4000 ha nicht nur eine außergewöhnliche
Flora, sondern auch die vielfältige Vogelwelt. Außerdem leben an einem der
vielen Seen auch Otter.
Zwischen Klitmøller und Thistet konnte man wunderschöne
Rapsfelder bewundern.
Hanstholm
Hanstholms Mittelpunkt besteht aus einem Hanstholm Centret mit i-Büro, Post,
Banken, Supermärkten und Snack-Bars. Die 2500-Einwohner-Stadt ist damit zwar
nicht gerade schön, aber die Lage macht´s. Der Ort thront hoch über der Küste
auf einem Plateau und wo immer man an dessen Rand kommt, beeindruckt der Blick
auf Hafen, Küste und Meer.
Seit Mitte der 1970er Jahre ist Hanstholm Anlaufhafen der längsten planmäßigen
Autofährverbindungen der Welt vom Kontinent zu den Färöer- und Shetland-Inseln
sowie nach Island.
Oben auf dem Plateau, 65 Meter über dem Meer, weist das Hanstholm Fyr den Weg
in den Hafen. Unter seinen Kollegen im Westen Jütlands ist der Leuchtturm heute
der kleinste. dabei stand er immer für Innovation: 1843 war er der erste
überhaupt an der dänischen Nordseeküste. 1889 bekam der als erster im Lande eine
elektrisch betriebene Kohlenbogenlampe und strahlte mit der neuen Technologie
viele Jahre so hell wie kein zweiter auf der Welt. 1923 kamen hinter seinen
Linsen zum ersten Mal in Dänemark Hochleistungsglühlampen zum Einsatz. 4000
Watt, durch Prismen verstärkt, sind über 50 km weit zu sehen. Seine
Entstehungsgeschichte jedoch war nicht besonders rühmlich. Ein erster Turm war
1842 so schwach konstruiert, dass es Linsen und Kupferdach nicht tragen konnte.
Er musste abgerissen und neu errichtet werden. Der frustrierte Architekt nahm
sich das Leben.
Bekannter jedoch ist die militärhistorische Abteilung des Museumscenters
Hanstholm - das Bunkermuseum. Ein neues Dokumentationszentrum in
aussichtsreicher Lage hoch über dem Meer schließt an einen der vier
Geschützstände an, die mit 38-cm-Kanonen bestückt das Kernstück der größten
Festung aus dem Zweiten Weltkrieg in Skandinavien bilden. Um sie mit Geschossen
zu versorgen, verband eine Munitionsbahn die Stellungen. Sie rattert und
quietscht heute mit Touristen statt mit Granaten durchs Gelände und kann auch
ohne Museumsbesuch benutzt werden. Die Festung Hanstholm war Teil des
Atlantikwalls und sollte zusammen mit einer Schwesteranlage in Südnorwegen eine
tödliche Schranke an der Durchfahrt zwischen Nord- und Ostsee bilden. Insgesamt
wurden in und um Hanstholm 600 Bunker in Hänge und Dünen gebaut, bestückt mit
mehr als 350 Waffensystemen verschiedenster Art von Flugabwehrgeschützen bis zu
Flammenwerfern. Maximal lebten und arbeiteten etwas 6000 Soldaten und
Zivilangestellte in der Festung. Der ganze Aufwand war umsonst. Die Kanonen erlebten keinen Gefechtseinsatz,
Bunker- und Verteidigungsanlagen keinen Angriff. In den 1960er Jahren wurden die
Geschütze verschrottet. Die Bunker sind seit 1979 als Touristenattraktion
zugänglich.
In dem Museum werden dem Interessierten sowohl die Hintergründe der
Entstehung des Atlantikwalls als auch die Beziehung zwischen den Soldaten und
der dänischen Bevölkerung aufgezeigt. Man erhält viele Informationen über den Bunkerbau. Da viele Bunker innerhalb
kürzester Zeit fertig gestellt werden mussten, wurde der Bunkerbau
standardisiert. In diesem Zusammenhang tauchte auch der Begriff
"Fertighausbunker" auf. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Lebensbedingungen der Soldaten in dem
Bunker. Auch über die damals getragene Kleidung (Uniformen) gibt es sehr viele
Informationen. Ein Teil der Ausstellung beschäftigt sich mit den damals eingesetzten Waffen
der Kriegsparteien.
Die Fahrt mit der Granatenbahn durch das Gelände rundet den Besuch im
Bunkermuseum Hanstholm ab.
Slettestrand
Was des Touristen Freud ist des Fischers Leid. An Nordjütlands
kilometerlangen Stränden sind Häfen rar. Wer hier als Fischer existieren will,
muss sich auf das mühsame Geschäft der Strandfischerei einlassen. Die Kutter
werden an Stahlseilen ins mehr bzw. aufs Land gezogen. Nørre Vorupør, Lild
Strand, Torup Strand, Løkken und Slettestrand sind Ort, in denen man diese
Fischerei, die früher typisch für die ganze Küste war, beobachten kann.
Beobachten kann man in Slettestrand auch Kunst am Strand: Dort steht eine
metallische Riesenkrabbe.
Thisted
Thisted ist mit ca. 12500 Einwohnern die Hauptstadt von Thy und spielt als
Einkaufs- und Kulturstadt auch für das benachbarte Han Herred eine wichtige
Rolle. Darüber hinaus ist es Verwaltungssitz der Kommune Thisted. Die erstreckt
sich von der Nordseeküste mit den Orten Stenbjerg und Nørre Vorupør quer über
Thy bis ans Limfjordufer von Vilsund Vest im Süden bis zu den Veljerne im Osten.
Lodbjerg
Knapp 1 km hinter einem Steilufer ragt der Leuchtturm Lodbjerg Fyr über das
Land, 1883 aus schwedischem Granit gebaut und 35 m hoch. Hier arbeitet noch ein
Leuchtturmwärter. Wenn er Dienst schiebt, kann man den Turm besteigen. Bläst
jedoch der Wind zu stark, macht er nicht auf. Wir hatten Glück!
Nørre Vorupør
Thys größter und munterster Nordseebadeort ist Nørre Vorupør. Am Strand wird
neben einer mächtigen, 350 m ins Meer ragenden Schutzbühne noch vor einem halben
Dutzend Boote die traditionelle Strandfischerei gepflegt. Es gibt direkt am
Strand zwei Läden, in denen man sehr gut Fisch (auch frisch geräucherten) kaufen
kann.
Glyngore, Oddesund, Sillerslev und Løgstør
Immer auf der Suche nach Leuchttürmen und Seezeichen sind wir in
Glyngore
Oddesund
Sillerslev
Løgstør
fündig geworden.
Bei Løgstør
In der Nähe von Løgstør mussten wir bei einer aufklappbaren Brücke
warten, bis ein Fischer- und ein Segelboot jeweils die Seiten gewechselt
hat.
Bulbjerg
Gleich hinter Lild Strand ragt der Bulbjerg auf, da 47 m hohe Nordwestkap
Jütlands. Wie ein gewaltiger Grenzstein trennt er die Regionen Thy und Han
Herred. Von oben beeindrucken Aussichten auf die Vigsø Bugt im Westen und die
Jammerbugt im Osten. Weil vom Bulbjerg der Überblick der Überblick so gut ist,
wurden auch hier im Zweiten Weltkrieg Geschützstellungen und Bunker gebaut.
Einer der Bunker gilt als Ausstellungsraum, in dem auch über die Natur des
Bulbjerg informiert wird.
Die Kalkklippe, die der Bulbjerg zur Nordsee zeigt,
ist Dänemarks einziger Vogelfelsen und steht unter Naturschutz. Der Bulbjerg
verändert sich ständig, denn sein Kalkstein ist nicht das härteste Material. Wie
veränderlich die Küste ist, sieht man bei niedrigem Wasserstand knapp 150 m
davor. Der Stumpf des Skarrelit schaut dort aus dem Wasser, Rest eines hohen
Felsenturms, der 1978 einstürzte. Auf dem Kalkgestein des Bulbjerg brütet die
Dreizehenmöve, eine Möwenart aus dem Nordatlantikgebiet.
Stenbjerg
Der Stenbjerg Landingsplads direkt am Meer wird von einem Verein mit Liebe
gepflegt und spiegelt mit seinem schneeweißen Geräteschuppen das Küstenleben
vergangener Tage wider wie kein anderer der Nachbarorte sonst.
Struer
Als wir durch die Ortschaft Struer fuhren, sahen wir
diese schöne Lok.
Tierische Bekanntschaften
Auf unseren Spaziergängen konnten wir am Strand viele
Möwen beobachten. Bei unserem Ferienhaus besuchten uns immer wieder
Hasen, die mit allerlei "Grün" ihren Appetit stillten. Selbst ein Falter
ließ sich für einige Zeit auf einem Fensterrand nieder.
Windmühlen
Unterwegs begegneten wir immer mal wieder einigen
Windmühlen.