Eine der Dänemarkreisen führte uns 2005 nach Lønstrup.
Haus
Diese Haus können wir leider nur bedingt empfehlen. Denn es entspricht
nicht der Ausstattung, die wir bisher von einem Haus dieser Klasse
gewohnt waren. Einige Beispiele wollen wir anschließend aufzählen:
Teilweise kaputte, wacklige Stühle im Essbereich. keine Auflagen für die
Liegen, nur 3 deutsche TV-Programme, Kaffeemaschine minderer Qualität,
total verkalkter Wasserkocher, Filter der Dunstabzugshaube total
verdreckt, Mikrowelle steht nicht in der Küche, sondern im Waschraum auf
dem Trockner, der wiederum auf der Waschmaschine steht. Die Außenanlage
war ungepflegt und im Sandkasten wucherte es grün.
Zudem wurde
während unseres Aufenthaltes ein Schild "Zu verkaufen" angebracht. Somit
wohnten wir in einem Verkaufs- bzw. Besichtigungsobjekt.
Das ist die Beschreibung unseres Hauses lt.
Sonne und Stand Katalog:
Helles, großes und sehr schönes, von einem Architekten gezeichnetes,
Qualitätsferienhaus - 2004 gebaut. Das Haus liegt mit herrlicher
Aussicht auf ein 1.700 m2 großes, leicht schrägendes Naturgrundstück
dicht am Meer und dem entzückenden Fischerstädchen Lønstrup, das durch
seine herrlichen alten Häuser, vielen Restaurants, Kunstwerkstätten und
Gallerien gekennzeichnet ist. Darüber hinaus liegt das Haus in einem
Gebiet mit herrlicher Natur/Strand sowie vielen Aktivitätsmöglichkeiten
wie z.B. Golf, Gokart und Reitmöglichkeiten. Das Haus ist aus Holz, mit
großen Zinkflächen und von 130 m2 Holzterrasse umgeben, darunter eine
überdachte Abendterrasse und ein großes gegen Süden und Westen gelegenes
Terrassenareal mit diversen Gartenmöbeln. Beim Bau des Hauses wurde auf
ein helles und allergiefreundliches Innenklima Wert gelegt - überall
gibt es hellgebeizte Wände und Decken. Große Fensterflächen.
Klinkerböden mit Fußbodenheizung in den Badezimmern, im Wohnzimmer, Flur
und in der Küche. Schöne Eschenholzböden in den Schlafzimmern. 2
herrliche Badezimmer, beide mit schöner Duschnische. In dem einen
Badezimmer außerdem 2-pers. Whirlpool und direkter Zutritt zu
kombiniertem 4-5 Personen Dampfbad und Sauna. Die herrliche Küche ist
mit dem Eßzimmer, mit großer Eßecke und Farb-TV, kombiniert. Die gut
ausgestattete Küche enthält u. a. Geschirrspülmaschine,
Kühl-/Gefrierschrank, Warmluftofen mit Grill sowie Herd mit Ceran-Feld.
Von der Küche führen zwei Stufen ins gemütliche Wohnzimmer hinauf. Das
geschmackvoll eingerichtete Wohnzimmer, mit Aussicht auf Freiflächen
gegen Westen und mit Zutritt zu 2 Terrassen ist mit Kaminofen, SONY
Heimkino in Form eines 32" (100 hz - 16:9 Format) Stereo-Farb-TV (an
Kabel-TV angeschlossen), Surround-Anlage mit DVD- und CD-Spieler sowie
Stereoradio ausgestattet. Telefone für ausgehende Gespräche vorhanden.
An die Kinder ist auch gedacht indem alle 4 Zimmer mit Farb-TV
ausgestattet sind. In dem einen Zimmer außerdem 20" Farb-TV und SONY
Playstation 2 mit Kamera/Software "Eye-toy" sowie VHS- Video. Guter
Tummelplatz sowie Schaukel und Sandkiste auf dem Grundstück. Übrigens:
Das Haus enthält 2 Schlafabteilungen, beide enthalten 1 Zimmer mit
Doppelbett und 1 Zimmer mit 2 Einzelbetten sowie 1 Badezimmer. Alle
Betten sind 90 cm breite Springfedermatratzen. Waschküche mit Spüle,
Waschmaschine und Wäschetrockner. Ein perfektes Luxusferienhaus für den
Urlaub zu jeder Jahreszeit - für sowohl 1 als auch 2 Familien!
Parkmöglichkeiten für 3 PKW´s. Übrigens: ADSL-Internet
Zutritt (eigener Computer ist mitzubringen) und Einbruchalarm mit
Nachtwächterordnung. Wasserabgabe.
Lønstrup
Lønstrup ist ein traditionsreicher Badeort, der in einer Senke liegt. Er
besitzt einen kleinen, von Buhnen geschützten Strand. Von einem
Landeplatz, der vor einer alten Rettungsstation liegt, wird mit kleinen
Booten Strandfischerei beschrieben. Dort werden Fischkutter an Land
gezogen, wie man es vor Generationen getan hat. Nördlich davon liegen
schöne Strände. Lønstrup hat sich seine Eigenart und Ursprünglichkeit
bewahrt. Es gibt dort viele Galerien, Kunsthandwerke und andere
Schauwerkstätten.
Es gibt hier einen kilometerlangen Sandstrand.
Das Spazierengehen auf den Klippen hat schon seinen Reiz. Von hier
bietet sich eine tolle Aussicht auf den Strand und das Meer. Doch sollte
man nicht zu nahe an den Abgrund gehen. Immer wieder kommt es vor, dass
ein Stück der Klippe abbricht bzw. abrutscht. In ein paar Jahren wird es
wohl für die ersten Häuser ziemlich gefährlich werden.
Løkken
Løkken ist eine Hochburg des Tourismus. Viele Gäste kommen aus dem
skandinavischen Ländern. Es gibt in der näheren Umgebung viele
Campingplätze, mehrere Tausend Ferienhäuser, sowie einige
Ferienparkanlagen. Dementsprechend viele Kneipen, Restaurants, Cafés,
Diskos und Imbissbuden befriedigen die Ansprüche der Urlauber. Trotzdem
hat Løkken Charme und Idylle bewahrt.
Hier wird noch die traditionelle Strandfischerei
betrieben und ein paar Schritte weiter landeinwärts ist das alte
Fischer-Viertel. Aus den Dünen ragt markant der runde Wasserturm, sowie
eine Strandbake und ein Signalmast. Von diesem wurden früher
heimkehrende Boote über die Strömungsverhältnisse am Ufer informiert.
Vor den Dünen am langen Sandstrand stehen eine lange Reihe von weiß
gestrichenen Strandhäuser. Es sollen fast 500 sein.
Fahrt nach Vrå
Auf der Fahrt nach Vrå sieht man auf der linken Seite diese Mühle.
Børglumkloster bei Vrå
Östlich von Løkken an der Landstraße nach Vrå liegt das
Børglumkloster bei Vrå. Ursprünglich ein Königshof der späten
Wikingerzeit, wurde es im 12. Jh. Kloster und bald auch Bischofssitz.
Mitte des 18. Jh. wurden die Gebäude als Adelssitz im Stil des Barock
umgebaut. Wir haben das Kloster jedoch nur von außen gesehen.
Vrå
Nur ein paar Kilometer von
Løkken entfernt liegt Vrå. Dieses befindet sich im Hinterland der
Jammerbugt, welches als eine der jütischen Hochburgen gotischer
Kalkmalerei gilt. In der der Kirche von Vrå wurden die
Deckengewölbe um 1500 bemalt. Im Chor spiegelt eine Szene etwas von
Sitte und Moral der Zeit wider. Ein alter Mann liegt auf dem Sterbebett,
die Seele wird von einem Engel in den Himmel geführt. Gleich daneben
verlustiert sich die junge Witwe mit ihrem Liebhaber und beide wühlen
schon mal in der geerbten Goldkiste herum. Gerade in besseren Kreisen
waren rein wirtschaftliche Zweckehen mit sehr jungen Frauen und deutlich
älteren Männer normal. Dass die Frau dabei einen altersgemäßen Liebhaber
hatte, war mehr oder weniger von der Gesellschaft akzeptiert.
Aalborg
Aalborg ist mit etwa 160.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt Dänemarks.
Aalborg entwickelte sich im späten 19. Jh. zu einem bedeutenden
Industriestandort. Es gab Zement-, Tabak- und Schnapsfabriken. Werften
und Webereien. Weltweit bekannte Aalborger Produkte sind die
Kümmelschnäpse Aalborg Akvavit Rød Aalborg und Aalborg Jubilæum.
Aalborg ist es wert, etwas genauer hinzusehen. Da kann man über viele
Details staunen.
Keine andere Stadt hat in Dänemark so einen eindeutigen Ruf als
Kneipenstadt, wie Aalborg. Nirgendwo findet man Bars, Bierlokale,
Restaurants und Diskotheken so komprimiert wie in der knapp 200 m langen
Jomfru Ane Gade im Zentrum von Aalborg. Deshalb wird diese Straße
auch die längste Theke Dänemark genannt. Da überrascht es nicht,
dass Aalborg übrigens auch eine Karnevalshochburg ist. Der Karneval
findet immer Ende Mai in der 21. KW statt.
Im Helligåndskloster, dem Heiliggeistkloster sind heute
Altenwohnungen untergebracht. Es gilt als die älteste soziale
Einrichtung des Landes. Seine Aufgabe war schon immer die Pflege von
Alten und Kranken. Das Kloster ist eines der größten und besterhalten
Dänemarks. Die Gebäude wurden im 15. und Anfang des 16. Jh.
gebaut. Die ursprüngliche Kirche existiert nicht mehr. Vom Vorplatz mit
dem alten Drachenbrunnen kommt man in den Schwesternhof. Der Brüderhof
ist heute eine Gartenanlage und leider nicht zugänglich.
Die Skt. Budolfi Kirche, Aalborgs Dom, wurde Anfang des 15. Jh.
gebaut und später immer wieder verändert. Die Barockturmspitze der
Kirche ist das Wahrzeichen von Aalborg. Durch den Kirchenvorraum mit
seinen herrlichen Fresken kommt man in die Kirche. In der Vierung sieht
man die vier Evangelistensymbole und über der Bogenöffnung die Opferung
Isaaks und die Legende vom Feigenbaum, der sich auf Befehl des
Jesuskindes neigte, damit Maria und Joseph auf der Flucht nach Ägypten
die Früchte pflücken konnten. An der Südwand sieht man u.a. Katharina
von Alexandria und putzige kleine Zentauren. Besonders interessant sind
das Altarbild und die Kanzel.
Westlich der Kanzel liegt das Hauptpostamt, das 1908-1910 vom
Architekten Professor H. Kampmann im Stil eines Herrensitzes gebaut
wurde. Oben im Turm sieht man viele kleine Öffnungen. Hier waren bis vor
wenigen Jahren die einzigen amtlich tätigen Brieftauben Dänemarks
untergebracht.
Das spätbarocke Rathaus gleich neben dem Dom stammt von 1762 und zeigt
über dem Hauptportal Wappen und Wahlspruch Prudentia & Constantia
(Umsicht und Beständigkeit). Zum Platz Gammeltorv hin sieht man oben die
Büste des Königs Frederik V, das Reichswappen und eine lateinische
Inschrift Soli Deo Gloria (Gott allein die Ehre). Die Eingangstür
des reizvollen, gelben Rokokobaus ist von den letzten Gaslaternen
Aalborgs flankiert.
Das alte Rathaus wird von Dänemarks schönstem Bürgerhaus, dem Jens
Bangs Stenhaus, überragt. Das fünfstöckige Gebäude entstand
1923-1924 im Auftrag des Großkaufmanns und Reeders Jens Bang. Der war
nicht nur reich, sondern offensichtlich auch ein unangenehmer
Zeitgenosse. Eine der Fratzen, die von der Südwand mehr als deutlich in
Richtung Rathaus ihre Zunge ausstreckt, trägt seine Züge. Bang war
wütend, weil er nie Ratsherr und Bürgermeister wurde. Heute ist in dem
Jens Bangs Stenhaus u.a. eine Apotheke und eine tolle urige
Kneipe.
Die Vor Frue Kirche ersetzte 1878 die baufällig gewordene
romanische Kirche, deren Geschichte zum Anfang des 12 Jh. zurückreicht.
Zickzackmuster der Bogenleiste sowie Ausführung und Motivwahl der
umrahmenden Reliefs zeugen vom Einfluss englischer Bauweise und Kunst
nach 1066. Leider war die Kirche zur Besichtigung nicht geöffnet.
Die Gasse am Westportal der Kirche ist das romantische Schmuckstück des
Viertels rund um die Vor Frue Kirche mit vielen Häusern aus dem
17., 18. und 19. Jh. Hier wird bewusst ein historisches Kleinstadtmilieu
als lebendiger Teil einer modernen Stadt erhalten.
Lindholm Høje Aalborg
Am Rande des eingemeindeten Nørresundby liegt Lindholm Høje. Der
Großfriedhof einer Siedlung der Eisen- und Wikingerzeit (etwa 500 bis
1050) ist eines der größten Attraktionen Aalborgs und einer der
wichtigsten historischen Sehenswürdigkeiten Dänemarks. 682 Gräber, davon
die meisten Brandgräber, sind hier lokalisiert, etwa 150 mit
Steinsetzungen, viele davon in Schiffsform, wie es zur Wikingerzeit bis
etwa 900 n. Chr. Mode war. Neben den Gräbern wurden auch Hausfundamente
ausgegraben und ein versteinerter Acker mit all seinen Strukturen
inklusive der Fahrspur eines Wagens entdeckt. Alles ist so gut bewahrt,
weil Lindholm Høje ab Mitte des 11. Jh. unter einer
konservierenden Flugsanddüne versank Teilweise war die Sandschicht über
4 m hoch.
Sæby
Sæby hat seine Ursprünge in der Wikingerzeit, weil schon damals
die Mündung des Flüsschen Sæby Å einen guten Naturhafen bildete.
Vom Meer und dem Tod der jungen Schriftstellerin Adda Ravnkilde
inspiriert schrieb Henrik Ibsen nach einem Aufenthalt in Sæby im Jahre
1887 "Die Frau vom Meer". Jetzt ist die Frau vom Meer im Sæby Hafen an
Land gekommen, wo sie in der Nähe der Kirche und dem offenen Meer als
Sæbys Wahrzeichen und Galionsfigur steht. Die doppelseitige Skulptur von
Marit Benthe Norheim stellt gleichzeitig Meerjungfrau und Galionsfigur
dar. Nach außen sehnsuchtsvoll dem Meer zugewandt und nach innen mit dem
Mantel der Schutzpatronin Maria Stadt und Menschen beschützend. Über 880
Symbole, von Kindern der Stadt gefertigt, wurden in die Skulptur
eingearbeitet.
Im Zentrum sieht man viele schöne Fachwerkhäuser aus dem 17. Jh., vor
allem rund um die Skt. Marie Kirche.
Sæby hat auch eine sehr schöne gut erhaltene Mühle.
Die Skt. Marie Kirche ist vor allem für ihre Kalkmalereien mit
Marienmotiven bekannt.
Sæbys Einwohner sind stolz auf ihre schönen, alten Häuser. Deshalb
werden die alten Häuser von freiwilligen Helfern im Maßstab 1:10
originalgetreu aus dem Jahre 1900 nachgebaut. So entsteht nach und nach
in Sæby eine Sæby Ministadt.
Nicht weit vom Hafen gibt es einen schönen Strand.
Am Fluss kann man sehr schön spazieren gehen.
Im Hafen und am Fluss tummeln sich viele Wasservögel.