Eine unserer Reisen führte uns 2006 auf die Insel Föhr.
Anreise
Die Anreise nach Wyk auf Föhr erfolgte mit dem PKW. Das letzte Stück
von Dagebüll bis Wyk auf Föhr mussten wir noch mit der Autofähre fahren.
Die Fahrzeit beträgt ca. 45 Minuten. Den Fahrplan und die aktuellen Preise
kann man auf www.faehre.de nachsehen.
Dort ist auch, nach Registrierung, eine Online-Buchung möglich. Eine
feine Sache.
Wohnung in Wyk
Mit unserer Wohnung hatten wir richtig Glück. Das Haus
mit 4 Wohnungen befindet sich in einer ruhigen Wohnlage in Wyk.
Nachstehend die Beschreibung unseres Ferienhauses:
Backofen, Balkon, DVD-Player, familienfreundlich, Gartenmöbel z.
Unterkunft, Internetzugang in Unterkunft, Kinderfreundlich, Mikrowelle,
Geschirrspüler, Radio/CD, Ruhig, Satelliten-TV, Unterstellmöglichkeiten
für Fahrräder, Waschmaschine, Wäschetrockner, 2 Balkone, 2tes TV im
Spitzboden, zweites Radio/CD im Spitzboden, kostenloses Laptop mit DSL
wird zur Verfügung gestellt. Raumaufteilung: 2 Schlafräume, 1 Wohnraum,
1 Diele/Vorraum, 1 Küchenzeile, 1 Badezimmer mit Dusche und Wanne, 1
zusätzliches WC, 1 Abstellkammer. Bettenaufteilung: 2 Einzelbetten, 1
Doppelbett. Entfernungen (zirka): zum Bäcker 250m, zum Einkaufsladen
350m, zum Flugplatz 1,4km, zum Golfplatz 1,5km, zum Hafen 750m, zum Meer
150m, zum Badestrand 150m, zum Ortszentrum 600m.
Sowohl das Haus als auch die Wohnung machten einen sehr
gepflegten Eindruck. Alles war sehr sauber und die Einrichtung entsprach
voll unseren Erwartungen. Diese Unterkunft können wir ohne
Einschränkungen empfehlen.
Wyk
Die Insel Föhr hat ca. 8.600 Einwohner und gehört zu
den Nordfriesischen Inseln. Sie ist die zweitgrößte deutsche
Nordseeinsel und liegt südöstlich von Sylt. Während seiner Gründung 1819
gehörte die Insel Föhr noch zu Dänemark. Wyk ist die einzige Stadt der
Insel, ein staatlich anerkanntes Nordseeheilbad und feierte 1999 ihr
180-jähriges Bestehen als eines der ältesten Bäder Deutschlands.
Der Fährhafen ist Heimathafen von insgesamt fünf
Fährschiffen der Wyker Dampfschiffs-Reederei (WDR). Er dient dem
Fährbetrieb zum Festland und zur Insel Amrum und hat drei Fährbrücken.
Der Innenhafen mit "Alter Mole" ist Heimathafen von Frachtschiffen sowie
zwei Ausflugschiffen. Von dort aus erfolgt auch der Ausflugsverkehr zu
den Nachbarinseln und Halligen. Der Fischereihafen dient überwiegend als
Schutzhafen für die Fischereifahrzeuge (z.B. Muschelfangfahrzeuge und
Krabbenkutter). Der Sportboothafen bietet ca. 220 Liegeplätze für Boote
von 5 - 12 m Länge.
Der Fischmarkt in Wyk findet jeden Sonntag von Ostern
bis Oktober statt und das schon seit fast 20 Jahren.
Nicht weit vom Hafen entfernt liegt die Altstadt von Wyk
mit ihrer Flaniermeile und Fußgängerzone. Hier gibt es viele Geschäfte,
Restaurants und Cafés und lädt zum Bummeln ein. Von der Altstadt in
Richtung Süden verläuft die Strandpromenade, der Sandwall. Von der
Promenade hat man bei einem Spaziergang einen wunderbaren Blick auf
Strand und Meer.
Der Nordsee-Kurpark wurde 1898 von Dr. med. Gmelin
angelegt. Das milde Inselklima ermöglicht eine Ansiedlung seltener
Pflanzen und subtropischer Gehölze. Nachdem der Sanatoriumsbetrieb 1976
eingestellt wurde, ging der Park 1983 in den Besitz der Stadt Wyk über.
Der über 100 Jahre alte Kurpark ist durchzogen von kleinen,
verschlungenen Wegen, auf denen es möglich ist, sonnen- und
windgeschützt bis zum Strand spazieren zu gehen.
Der 10 m hohe Leuchtturm in Wyk (Olhörn) ist ein
Orientierungs- und Quermarkenfeuer, das 1952 gebaut wurde. Er ersetzte
die 1892 errichtete Leuchtbake. Die Lichtquelle hat eine Reichweite von
10 - 13 Seemeilen.
In Wyk gibt es eine Aufzuchtstation für Störche. Diese
fliegen im Winter nicht mehr in den Süden, sondern überwintern
dort.
Auch neben den Störchen gibt es in Wyk einiges tierisches
zu sehen.
Auf dem Deich hat man eine schöne Sicht auf das
Wattenmeer.
Die Inselbewohner legen sehr viel Wert auf einen
gepflegten Garten. Erstaunlich, was in den Gärten alles so steht. Vom
Gartenzwerg bis zum Leuchtturm ist alles vorhanden.
Auch die Pflanzenwelt hat einiges zu bieten.
Oldsum
Die etwa 600 Einwohner von Oldsum wohnen teilweise in
gut erhaltenen reetgedeckten Bauernhäuser. Erwähnt wurde Oldsum erstmals
im 15. Jahrhundert. Früher war Oldsum ein wichtiger Walfängerort.
Utersum
Utersum ist ein altes friesisches Dorf mit ca. 400
Einwohnern. Es liegt im äußersten Südwesten der Insel und ist das
kleinste Seebad der Insel. Zu Utersum gehört der Ortsteil Hedehusum.
Insel Amrum
Von Wyk nach Amrum fährt man mit der Fähre ca. eine
Stunde.
Die Insel Amrum ist 20,46 km² groß und eine der drei
nordfriesischen Geestkerninseln (Amrum, Sylt Föhr). Amrum hat ca. 2.280
Einwohner. Im Osten der Insel, am Wattenmeer liegen die Orte Norddorf,
Süddorf, Steenodde und Nebel. Im Westen befindet sich über die gesamte
Länge der Insel ein Dünengebiet. Im Süden befindet sich Wittdün, der
jüngste Ort der Insel. Die höchste Düne ist 32 Meter hoch. Wir
erkundeten die Insel mit dem Fahrrad, das wir uns am Hafen gemietet
hatten.
Der Amrumer Leuchtturm am Standort Großdün bei Nebel
wurde von 1873 bis 1875 gebaut. Er ist mit 41,8 m Höhe der höchste
Leuchtturm an der schleswig-holsteinischen Westküste und kann besichtigt
werden. Um jedoch die schöne Aussicht genießen zu können, müssen von der
Düne bis zum Balkon 297 im Turm selber 172 Stufen bewältigt werden.
Unser Besuch der Vogelkoje war ein besonderes Erlebnis.
Die Vogelkoje ist ein künstlich angelegter Fanggarten für Enten. Ein
Süßwasserteich, der in einem gepflanzten Gehölz aus Erlen, Pappeln,
Weiden oder Moorbirken liegt. Die erste Vogelkoje wurde 1730 auf Föhr
angelegt. Auf den anderen nordfriesischen Inseln entstanden sie ab dem
18. Jahrhundert. Früher wurden dort Enten gefangen, heute wird die
Vogelkoje von durchziehenden Wildenten zur Rast genutzt und kann
besichtigt werden.
Bei der Vogelkoje gibt es auch Wild zu beobachten.
Der Weg zum Leuchtfeuer führt von der Vogelkoje über
einen Bohlenweg in Richtung Weststrand.
Das Leuchtfeuer Norddorf auf der Insel Amrum liegt hoch in den Dünen. Von dort aus hat
man einen herrlichen Blick in Richtung
Sylt. Das 8 m hohe Orientierungsfeuer ist seit 1906 in Betrieb und
seit 1983 ferngesteuert.
Auch auf Amrum konnten wir wieder vielen Tieren in
freier Natur zuschauen. Dabei erregte auch ein Fasan unsere
Aufmerksamkeit.
Hallig Langeness
Den Ausflug zur Hallig Langeness unternahmen wir mit
der "Störtebecker". Die Fahrt dauert bei Hochwasser 60 Minuten, bei
Niedrigwasser 90 Minuten.
Vorbei geht es an Seehundbänken. Hier lassen sich die
Seehunde beim Sonnenbaden beobachten.
Die Hallig Langeness ist die Größte der Halligen. Sie
ist 10 km lang und hat eine Fläche von 920 Hektar. An manchen Stellen
ist die Hallig nur 500 Meter breit. Es wohnen dort ca. 120 Menschen auf
ca. 20 Warften. Etwa 20 bis 40 mal im Jahr meldet sie "landunter". Dann
ragen nur noch die Warften mit ihren Häusern aus dem Meer heraus. Die Sehenswürdigkeiten
(z.B. Haligmuseum, Kirche) kann mit dem Hallig-Express, einem Unimog mit
Anhänger oder mit dem Fahrrad erkundet werden.
Wir haben jedoch einen Spaziergang zum Leuchtturm
gemacht und dabei die vielfältige Vogelwelt beobachtet.
Der 11 m hohe Leuchtturm wurde 1902 auf dem westlichen
Teil der Insel, der "Alten Peterswarft", errichtet. Anfang der 50er
Jahre wurde das 56 cm dicke Turmmauerwerk mit Backsteinen verblendet.
Die Lichtquelle ist 11 bis 14 Seemeilen zu sehen. Somit ist das
Quermarken- und Orientierungsfeuer ein wichtiges Seezeichen für den
Schiffsverkehr der Inseln Amrum, Föhr, Hallig Hooge und Pellworm.
Nieblum
Im Friesendorf Nieblum mit seinen schönen Friesenhäusern
leben ca. 680 Einwohner. Viele Häuser wurden von Seefahrer und Kapitänen
gebaut. Mitten im Ort liegt die "Nieblumer Meere", ein
Teich, der von zahlreichen Enten bevölkert ist.
Das Ortsbild wird nicht nur von den alten
Reetdachhäusern, sondern auch vom imposanten "Friesendom", der
Johannes-Kirche geprägt, die im 13. Jahrhundert gebaut wurde. In der
Kirche steht ein kostbarer Schnitzaltar. Die Grabsteine auf dem Friedhof
erzählen die Lebensgeschichten der Seefahrer und Walfänger.
Das Leuchtfeuer in Nieblum steht hinter dem Deich und
ist nicht einfach zu finden. Es ist seit 1981 in Betrieb und ist 9,7 m
hoch.
Abreise
Nach einem wunderschönen Aufenthalt auf der Insel Föhr,
die sich uns von ihrer schönsten Seite gezeigt hat, mussten wir leider
abreisen. Der Weg zum Festland erfolgte natürlich wieder mit der Fähre.
Dagebüll
Auf dem Rückweg besuchten wird noch den 8 m hohe
Leuchtturm Dagebüll. Das Unterfeuer befindet sich am Außendeich "Dyenswarft",
südöstlich des Fährhafens von Dagebüll. Da er unter Denkmalschutz steht,
lässt er sich nicht besichtigen. Heute dient er nur noch als Landmarke
und Orientierungspunkt für Halligbesucher.