Die Madeira-Inselgruppe liegt in der nördlichen Atlantikhälfte, 500 km von
der marokkanischen Küste und ca. 900 km vom portugiesischen Festland entfernt.
Die Inselgruppe besteht aus der Hauptinsel Madeira, der Insel Porto Santo, den
drei Desertas-Inseln, die seit 1990 Naturschutzgebiet sind und den Selvagens.
Die unbewohnten Selvagens liegen 230 km südlich von Funchal. Bewohnt sind nur
Madeira und Porto Santo. Madeira ist 741 km² groß, 57 km lang und an der
breitesten Stelle 33 km breit. Der höchste Berg ist der Pico Ruivo de Santana
mit 1861 m. Die zweitgrößte Insel, Porto Santo, liegt 40 km nordöstlich von
Madeira. Sie ist 13 km lang und max. 6 km breit und hat eine Fläche von 42 km².
Madeira hat 260.000 Einwohner, die Hauptstadt ist Funchal, die Amtssprache
portugiesisch. Bezahlt wird mit dem Euro (früher Escudo).
Es herrscht ein ausgeglichenes Klima mit milden Wintern und Sommern. Die
Jahresdurchschnittstemperatur in Funchal liegt bei ca. 19 °C (Februar 19 °C und
August 24 °C).
Die ganze Insel ist von Bewässerungskanälen, den Levadas, durchzogen, die
schon vor Jahrhunderten angelegt wurden. Damals wurden sie zur Kultivierung des
Zuckerrohrs angelegt. Das Wasser musste von der regen- und quellenreichen
Nordseite zu den warmen Südhängen geführt werden. Vor 20 Jahren wurde das
System perfektioniert, so dass heute 95 Prozent der Felder ganzjährig bewässert
werden können. Dieser Bewässerungskunst ist die üppige Vegetation selbst an den
Abhängen zu verdanken. Nach einem festen Plan wird in den trockenen Monaten
jedem Bauern das Wasser zugeteilt. Im Landesinneren sind die Levadas bzw. die
Wege daneben zugleich
ein wichtiges Wegenetz, denn viele Häuser sind nur über sie erreichbar. Niemand
kennt genau ihre Gesamtlänge. Zwischen 800 und 5000 km werden angegeben.
Am Dienstag, den 14.01.2003, flogen wir mit Thomas Cook von Stuttgart nach
Madeira. Nach einem angenehmen Flug ging es zum Europcar-Schalter, um unseren
Mietwagen, einen Golf IV, in Empfang zu nehmen.
Nach Sicht des Wagens konnten wir feststellen, dass dieser doch schon
erhebliche Gebrauchsspuren in Form von Kratzern und kleineren Beulen hatte. Nach
unseren weiteren Erfahrungen auf der Insel ist dies jedoch „normal“. Denn es
geht dort teilweise sehr eng und steil zu. Mancher Autofahrer hat
sicherlich mit Problemen zu kämpfen, wenn es darum geht, mit nur wenigen cm
Abstand zwischen BUS/LKW und Felsmauer durchzufahren. Da sind Kratzer schnell
vorprogrammiert. In weiser Voraussicht haben wir sicherheitshalber eine
Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung abgeschlossen. Dies können wir nur
jedem empfehlen.
Die ca. 10 km lange Fahrt
vom Flughafen zum RIU-Hotel in Caniço de Baixo erfolgt über die zweispurige
Schnellstraße. Da das Hotel ausgeschildert ist, haben wir es sofort problemlos
gefunden.
Nachdem wir unser Zimmer bekommen hatten, war der Schock erstmal groß. Wir
hatten ein Zimmer mit (zumindest seitlichem) Meerblick gebucht. Unser Zimmer
jedoch war im Erdgeschoss in der hintersten Ecke des Hotels direkt bei den
Tennisplätzen. Ein kleines Fleckchen Meer konnten wir nur sehen, wenn wir aus
und vor das Zimmer traten. Dafür konnten wir den Tennisspielern zuschauen und
anstatt des Wellenrauschens das monotone "Klack" der Bälle hören. Das hatten wir
uns anders vorgestellt und vor allem anders gebucht und bezahlt. Es ging also
zurück zur Rezeption mit der Bitte um ein anderes Zimmer. Dieser Bitte konnte
jedoch nicht sofort entsprochen werden, da das Hotel komplett ausgebucht war.
Wie wir dort auch mitbekommen haben, wurde das Zimmer, das für uns vorgesehen
war, an andere Gäste vergeben, die wohl auch nicht mir ihrem ursprünglichen
Zimmer einverstanden waren. Es fand an diesem Tag eine regelrechte
Zimmertauschaktion statt. Nachdem wir trotzdem nicht locker gelassen haben,
wurde uns dann von der Chefin der Rezeption für den Donnerstag ein anderes
Zimmer versprochen. Der Umzug erfolgte problemlos mit Hilfe des Hotelpersonals.
Mit
diesem Zimmer waren wir dann sehr zufrieden. Das Zimmer
war sehr gut ausgestattet (z.B. TV, Klima, Safe, Fön), geräumig und sauber. Die
„Zimmermädchen“ machten einen guten Job und waren sehr freundlich und
hilfsbereit. Trotz der anfänglichen Probleme muss man den Damen an der
Rezeption, die sicherlich keinen einfachen Job haben, großes Engagement und eine
liebenswerte Freundlichkeit bescheinigen.
Zu den Malzeiten: Wir hatten Halbpension gebucht. Das Frühstück war
sehr umfangreich und ließ eigentlich keine Wünsche offen. Einzig das Engagement
des Küchenpersonals im „Show-Cooking-Bereich“, was das Nachfüllen der Speisen
betraf, empfanden wir als sehr lasch. Besonders erwähnenswert, leider auch im
negativen Sinne, ist das Abendessen. Gegessen wurde in zwei Schichten um 18:00
Uhr und um 20:00 Uhr. Wir waren in der 20:00 Uhr Schicht. Es gab ein kaltes und
warmes Vorspeisenbuffet, das im Großen und Ganzen reichlich und schmackhaft war.
Zudem gab es meistens eine Vorspeise, die am Tisch serviert wurde. Diese entsprach
aber in unserer Schicht nicht mehr dem, was auf der Karte stand. Beim
Hauptgericht konnte man zwischen 3 Gerichten (davon eines vegetarisch) wählen,
das auch am Tisch serviert wurde. Wir wählten am Anfang immer das Fischgericht.
Zu unserer Enttäuschung war der Fisch leider zu 1/3 sehr trocken und somit für
unseren Geschmack ungenießbar. In den letzten Tagen haben wir dann auf das
Hauptgericht verzichtet. Negativ aufgefallen ist uns auch das Angebot der
Nachspeisen. Dieses entsprach selten dem, was uns auf der Karte versprochen
wurde. Wir hatten den Eindruck, dass die Küche mit den vielen Gästen überfordert
war. Viele Speisen (Vorspeise und Nachspeise), die es in der ersten Schicht gab,
haben wohl für die zweite Schicht nicht mehr ausgereicht.
Zu dem weiblichen und männlichen Bedienungspersonal im Restaurant gibt es
folgendes zu sagen: Einige waren sehr nett, freundlich, aufmerksam und
hilfsbereit, andere leider sehr unfreundlich, unaufmerksam und muffelig. Selten
haben wir so eine Diskrepanz erlebt.
Unser abschließender
Eindruck: Es ist eine schöne gepflegte Hotelanlage. Leider gibt es zu viele
Zimmer, die mit wenig Sonne auskommen müssen und bei denen ein Blick auf das
Meer nicht möglich ist. Unsere Erwartungshaltung, was das Niveau der Küche eines RIU-Palace-Hotels betrifft, wurde nicht erfüllt.
Unser erster Ausflug führte uns an die Ostküste Madeiras vorbei an Machico zu
dem Fischerdörfchen Caniçal, früher
auch als Dorf der Wahlfänger bekannt. Der Ortskern befindet sich in einer
geschützten Hafenbucht. Der alte Ort ist planlos angelegt, die Häuser wurden
meist in Eigenarbeit errichtet. Es gibt ein paar Cafés. Einziger
"touristischer" Punkt ist der winzige Souvenir-Kiosk. Hier verkauft ein
ehemaliger Walfänger Kettchen aus Muscheln und Walknochen, kleine muschelbesetzte Dosen und glitzernde Steine. Ob das alles echt ist, bleibt
offen. Wenn ja, bekommt man sicherlich Ärger mit dem Zoll, denn die Einfuhr von
Pottwalprodukten ist verboten. Ansonsten ist Caniçal eher ein tristes Dörfchen.
Fährt man ein paar Kilometer weiter, kommt man an die
Ponta de São Lourenço
mit ihren bizarren Lavafelsen. Sie sind ein typisches Merkmal der vulkanisch
entstandenen Insel. Ein sehr beeindruckender Anblick.
Als wir dann zu dem geparkten Auto zurück kamen, entdeckten wir durch Zufall,
dass sich ein Metallstift in das rechte hintere Rad gebohrt hat. Ob das schon
bei der Übernahme war, oder erst während unserer Fahrt passiert ist, konnten wir
nicht feststellen. Also machten wir uns ganz schnell auf den Weg zurück zu
Europcar am Flughafen, solange wir noch damit fahren konnten. Dort wurde uns das
Fahrzeug problemlos umgetauscht. Glücklicherweise hatten wir eine Vollkasko ohne
Selbstbeteiligung!
Mit dem neuen Fahrzeug, wieder einem Golf IV, machten wir uns auf nach
Funchal. Dieses Unternehmen haben wir aber mangels Parkplatz ganz schnell wieder
aufgegeben. Wir hatten keine Chance, in annehmbarer Nähe zum Hafen einen
Parkplatz zu finden.
Deshalb entschlossen wir uns, weiter nach
Camacha
zu fahren. Die Straße dorthin ist sehr kurvenreich. Das berühmte Korbflechterdorf liegt in ca. 700 m Höhe, weshalb es dort auch mal etwas
windiger sein kann. Am Largo da Achada gibt es ein Café und ein
Panorama-Restaurant. Dieses hatte jedoch während unserer Anwesenheit
geschlossen. Von der Terrasse links davon hat man jedoch eine wunderbare
Aussicht über die Küste fast bis Machico. In Camacha gibt es auch ein
Einkaufszentrum. Es besteht aus einem großen Lebensmittelladen und verschiedenen
kleinen Geschäften. Im Untergeschoss gibt es ein Kino und einen Imbiss. Immer,
wenn wir in der Nähe waren, haben wir uns dort mit Getränken versorgt und einen
leckeren Cappuccino zu uns genommen.
Frisch gestärkt nach einem reichhaltigen Frühstück machten wir uns auf den
Weg an die Nordostküste. Erstes Ziel war
Porto da Cruz.
Dieser Ort hat ca. 3000 Einwohner und lebte früher von den Erträgen aus den
Zuckerrohrplantagen. Porto da Cruz hat zwei Kieselstrände, an denen man bei ruhiger
See baden kann, und ein geschütztes Hafenbecken. Spazierengehen kann man sehr
schön zwischen den Stränden und an den alten Kais und Lagerhäusern entlang zu
der alten Zuckermühle, einem Relikt aus früherer Zeit. Der Sage nach kann man
auch dem Gespenst des Gutsherrn von Leal begegnen. Dieser konnte wegen eines
lang anhaltenden Unwetters nicht ordentlich im Mausoleum der Familie sondern nur
alleine in einer Kapelle auf dem Gut begraben werden. Wenn es ihm dort zu
langweilig ist, verlässt er gerne mal seine Grabstätte. Die Kirche im Ort ist
der Senhora de Guadelupe geweiht. Es gibt auch einen mit Kacheln verzierten
Brunnen, der erst kürzlich renoviert worden sein muss. Denn wir haben durch
Zufall noch ein altes Bild von ihm gesehen. Kachelbilder sind ein für Madeira
charakteristischer Schmuck. Blickfang auf dem Markt, an Kirchen und Wohnhäusern.
Sie dienen auch als Wandschutz vor der salzhaltigen Luft. Neben religiösen
Motiven finden sich ebenso Darstellungen von typischen Handwerken und Bräuchen
der Insel.
Weiter ging es hoch hinauf nach São Roque do Faial, das von üppigen grünen
Tälern und Hängen umgeben ist. Von dort ging es
weiter zum dem kleinen Hafenort
Faial, der vor allem wegen eines imposanten
Küstenfelsens bekannt ist. Der Adlerfelsen (Penha de Águia) ragt als Wahrzeichen
des Nordens 590 m hoch. Er trennt Faial vom Nachbarort Porto da Cruz. Vom
Aussichtspunkt oberhalb des Dorfs sieht man den Adlerfelsen besonders gut. In
die Wallfahrtskirche der Nossa Senhora da Natividade aus dem 18. Jh. ziehen
jährlich Tausende von Pilgern.
50 km nördlich von Funchal liegt
Santana (Santa Ana). Es soll das
schönste Dorf an der Nordküste sein. Der Ort bietet eigentlich nichts
aufregendes. Doch die etwa 100 Santana-Häuschen mit bis auf die Erde gezogenen
Rieddächern und bunt gestrichenen Fensterläden, die es nur hier gibt, sind schon
eine Augenweide. Diese winzigen dreieckigen Häuser waren früher die
traditionellen Behausungen der Bauern. Neben dem neuen Rathaus stehen drei
Musterhäuser. Eines davon ist mit traditionellem Mobiliar eingerichtet. Eine
Kochstelle findet man in den Häusern nicht, da sie überwiegend aus Holz und
Stroh bestehen und die Feuergefahr dadurch zu groß wäre. Auch eine Toilette
sucht man hier vergebens. Heute leben nur noch wenige alte Leute in diesen
Häusern, die zum Teil von der Inselregierung erhalten und finanziell bezuschusst
werden, weil sie ein kulturelles Erbe Madeiras darstellen. Zudem sind sie ein
Wahrzeichen von Santana und somit touristisch interessant. Die Gemeinde Santana
vergibt jedes Jahr Preise für das schönste Haus. Oft richten die Bewohner neben
ihrem modernen Haus ihr altes Santana-Haus wieder her, einmal um mehr Platz zu
haben, zum anderen der Nostalgie wegen. Neben dem Restaurant O Colmo hat man
zwei dieser entzückenden Giebelhäuser aufgebaut, in denen sich die Besucher
umsehen können. Viele wundern sich über den enormen Platz, den diese einfachen
Gebäude bieten. Das Strohdach, das übrigens alle 5 Jahre erneuert werden muss,
dient auch als Klimaanlage. Im Sommer, bei brütender Hitze, hält das Stroh den
Innenraum kühl. Im Winter, wenn die Nächte recht frisch werden, hält das
Strohdach die Wärme fest.
Auf der Rückfahrt machten wir noch einen kurzen Halt in
Ponta de São Jorge. Seit
1959 sorgt dort ein Leuchtturm für etwas mehr Sicherheit auf dem Meer. Diese
Gegend ist sehr fruchtbar und man sieht dort viele Felder, auf denen z.B. Mais,
Kartoffeln und Flachs angebaut wird.
Der Weg zurück zum Hotel führte uns über Ribeira Frio und den Pico de Arieiro.
Ribeira Frio, auch kalter Fluss genannt, liegt in ca. 860 m Höhe. Das kalte
Gebirgswasser wird hier in die Becken einer Forellenzucht geleitet. Leider war
es hier so neblig und frisch, dass wir ohne anzuhalten weiterfuhren. Genauso
ging es uns beim Pico do Arieiro, der mit 1810 m der dritthöchste Berg auf
Madeira ist. Auch hier war es so neblig, dass wir keine Chance hatten, die
bekannt schöne Aussicht zu genießen.
Nur wenige Kilometer westlich von Funchal liegt
Cãmara de Lobos
mit ca. 15.000 Einwohnern. Es ist das älteste Fischerdorf Madeiras ist aber auch
ein sehr armes Dorf. Die Bewohner haben mit etlichen Überlebensproblemen zu
kämpfen. Sie versuchen deshalb Anschluss an den touristischen Boom des
benachbarten Funchal zu finden, dessen Hotels bereits den Stadtrand erreichen.
Um die Kirche herum gibt es viele kleine Häuser. Dort wird die Wäsche oft auf
der Straße gewaschen und auch getrocknet. Beeindruckend ist ein schmaler Felsen,
der lang gestreckt ins Meer ragt.
Hauptziel dieses Tages war Porto Moniz. Der Weg führte uns über die auf 634 m
liegende Pousada dos Vinháticos.
Leider war dieser staatliche Gasthof geschlossen.
Aber die dazugehörige Aussichtsterrasse bietet einen phänomenalen Rundblick.
Nach weiteren 400 Höhenmetern erreichten wir den Pass
Boca da Encumeada. Dieser
Pass ist zwar der niedrigste auf Madeira, aber man kann bei gutem Wetter Nord-
und Südküste gleichzeitig sehen. Wir befanden uns aber in einer Wolkendecke und
konnten deshalb nur einen kleinen Blick in Richtung Norden werfen.
In Serpentinen ging es weiter abwärts in Richtung São Vicente. Auf dem
Weg von
Boca da Encumeada nach São Vicente hatten wir einen herrlichen Blick auf die
Landschaft und die Terrassenfelder.
São Vicente mit seinen 6.500
Einwohnern ist von schmalen Terrassenfeldern umgeben, auf denen man viele
kleinen Hütten (Kuhställe) sieht. Es gibt viele weiß gestrichene Häuser voller
Blumenschmuck, einige Cafés und Krämerläden. Ein vorspringender Felsen schützt São Vicente
vor Stürmen und der heftigen Atlantikbrandung. Die Pfarrkirche ist dem heiligen
Vinzenz geweiht. Seine Geschichte erzählt das Pflastermosaik vor der Kirche.
Dort kann man ein Segelschiff und die beiden Raben erkennen.
Von São Vicente nach Porto Moniz fährt man wohl auf dem spektakulärsten Teil
der Küstenstraße. In der Nähe von Seixal
sprudeln unzählige Wasserfälle und Quellen. Diese stürzen teilweise aus den
Felsen und sorgen für kalte Duschen. Deswegen wird die Strecke auch scherzhaft
"die Waschstraße" genannt. Die Küstenstraße ist teilweise neu gebaut und geht
durch viele Tunnel. Es besteht aber immer noch die Möglichkeit, rechts auf die
alte Straße abzubiegen und sein Auto kostenlos waschen zu lassen. Dort kann man
auch immer wieder Einheimische sehen, die das ebenso tun.
In
Porto Moniz hat das Meer die
Küstenfelsen zu einem natürlichen Schwimmbad unterhöhlt. Lavaströme, die ins
Meer flossen, taten ein übriges. Und so entstanden natürliche Schwimmbecken mit
smaragdgrünem Wasser, die zum Baden einladen. Rings herum ragen pittoreske
Felseninsel aus dem Atlantik. Im Fischerhafen von Porto Moniz werden die Boote
noch mit Seilwinden ans Ufer gezogen. In Porto Moniz können wir das Restaurant
Polo Norte, das neben dem Meeresschwimmbecken liegt, empfehlen. Hier wird auch
der Espada com banana serviert: Der Degenfisch mit Banane. Meist wird der Fisch
im Teigmantel gebacken und mit einer Banane serviert - ein afrikanisches Erbe.
Der Rückweg führte uns in den äußersten Westen der Insel. Dort liegt das
winzige Dorf
Ponta do Pargo, das auf der
äußersten windumbrausten Westspitze von Madeira thront. Hier ist einer der
wenigen Orte auf Madeira, deren Umgebung so flach ist, dass die Kühe frei weiden
können und nicht in Hütten untergebracht werden müssen. Auf dem Kap gibt es
einen Leuchtturm, der aber erst 1923 gebaut wurde, nachdem sich Kapitäne
verschiedener in Seenot geratener Schiffe bei der Inselverwaltung bitter
beschwert und einen Leuchtturm gefordert hatten. Der Blick von der Ponta do
Pargo auf die gesamte Westküste ist atemberaubend.
Paúl do Mar ist ein lang
gestrecktes Fischerdorf direkt am Wasser, zu dem es sehr steil hinuntergeht. Die
schmale Straße liegt an einer hohen Betonmauer, die vor den Atlantikbrechern
schützen soll. Bei Sturm muss es dort sehr unangenehm sein. Deshalb haben dort
viele Einwohner schon den Inselkoller bekommen. Sie sind nach Übersee emigriert
und nicht wieder zurückgekommen.
Das Dorf
Jardim do Mar war
jahrhundertelang so arm, dass viele Bewohner nach Venezuela, Südafrika, Kanada
und Frankreich auswanderten. Paradoxerweise ist das der Grund für seinen
heutigen Reichtum. Die Emigranten schickten immer fleißig Geld, um auch die
Kirche Nossa Senhora do Rosário mitzufinanzieren. Diese Kirche ist eine etwas
missglückte Imitation von Notre-Dame in Paris.
Das letzte Ziel an diesem Tag, kurz bevor die Sonne unterging, war
Cabo Girao. Dieses ist das
zweithöchste senkrecht zum Meer abfallende Kliff der Welt. Der Aussichtspunkt liegt ungefähr 600 m hoch, der Blick ist spektakulär. Man
erkennt auch die unglaublich schmalen Terrassenfelder auf den Steilhängen.
4. Tag
An diesem Tag waren wir zum Nichtstun verurteilt, da ich (Thomas) von einer
Magen-Darmgrippe heimgesucht wurde. Im Hotel waren noch mehrere Gäste davon
betroffen. Auch auf Madeira bleibt man von solchen Viren leider nicht verschont.
Zum Glück dauerte das ganze Übel nur einen Tag, so dass wir am nächsten Tag wieder
aufs Neue die Insel erkunden konnten.
Als wir an diesem Tag zu einem weiteren Ausflug aufbrechen wollten, mussten
wir feststellen, dass uns der linke Außenspiegel fehlte. Und das mitten in der
Hotelanlage. Also blieb uns nichts weiter übrig, als wieder die Autovermietung Europcar
am Flughafen aufzusuchen. Auch diesmal bekamen wir wieder - Vollkasko ohne
Selbstbeteiligung sei Dank - ohne Probleme nunmehr den dritten Mietwagen. Wieder
einen Golf IV und es sei vorweggenommen: Diesen hatten wir ohne weiteren Schaden
bis zum Ende unserer Reise.
Nun konnten wir weiterfahren nach
Ribeira Brava.
Ribeira Brava hat etwa 6.500 Einwohner und ist seit 1996 durch die Autobahn mit
Funchal verbunden. Es ist ein schönes altes Fischerstädtchen mit einer breiten
Uferpromenade und vielen Cafés und Restaurants am Meer. Auch gibt es einige Andenkenläden und eine kleine Markthalle. Gegen Piratenüberfälle, unter denen
auch Ribeira Brava sehr zu leiden hatte, sollte der kleine runde Festungsturm São
Bento schützen. Er wurde 1907 gebaut und wurde einem Heiligen geweiht. Die
kleine Statue des Ortspatrons São Bento, der heilige Benedikt, blickt von der
Außenwand des Festungsturms in Richtung Meer und hält nach Piraten Ausschau.
Wunderschön ist der Glockenturm der Pfarrkirche Igreja de São Bento. Er ist mit
weißen und blauen Kacheln verkleidet und sollte damit den Turm vor dem
aggressiven Meeresklima schützen. Das rosa getünchte Herrenhaus aus dem 18 Jh.
hinter der Kirche hat einen herrlichen Garten und ist das Rathaus von Ribeira
Brava.
Eine Ortschaft weiter liegt
Ponta do Sol, die
Sonnenspitze. Die Gegend um Ponta do Sol ist klimatisch wie geschaffen für den
Bananenanbau. Deshalb wurde hier schon sehr früh ein Bootsanleger gebaut, um die
Bananenstauden per Dampfschiff nach Funchal transportieren zu können.
Über Serpentinen geht es hoch zum
Lombada da Ponta do Sol,
wo eine der größten und reichsten Zuckerrohrplantagen der Insel lag. Der
Großgrundbesitzer João Esmeraldo, der mit Christop Kolumbus befreundet war, ließ
gegenüber von seinem Haus die Heilig-Geist-Kapelle errichten, in der er auch
begraben wurde. Die Kapelle wurde im 18 Jh. durch einen Neubau ersetzt. Der
Innenraum soll mit blau-weißen Kachelbildern und Schnitzereien ausgeschmückt
sein. Leider ist die Kapelle meistens verschlossen, so dass wir dies nicht sehen konnten.
Etwas weiter in
Canhas steht eine
alte Kapelle auf einem Grundstück, das zu Beginn der Besiedlung von Madeira
einer galizischen Familie gehörte. Immer wieder soll an dieser Stelle die
Jungfrau erschienen sein.
Zurück fuhren wir über Madalena do Mar, das direkt am Meer liegt und nur von
einer Betonmauer vor den mächtigen Atlantikwellen geschützt wird.
Ein würdiger Abschluss dieses Tages war die
Loreto Aussichtsterrasse,
die wir noch kurz vor dem Sonnenuntergang erreichten. Von Loreto hat man einen
herrlichen Blick über die Südküste.
Von hier starten die
Gleitschirmflieger, die ihren Standort in
Calheta haben.
Da wir am 1. Tag schon vergeblich in Funchal einen Parkplatz gesucht hatten
und wir auf jeden Fall noch Seilbahn fahren wollten, überlegten wir uns, den
Besuch in Funchal über Monte vorzunehmen. Dort konnten wir gut parken und fuhren
mit der Seilbahn zu einem
Stadtbummel nach Funchal. Seit November 2000 ist die Seilbahn zwischen Funchal
und Monte in Betrieb. In den gläsernen Kabinen fährt man die 3,2 km in ca. 15
Minuten. Eine Fahrt hin und zurück kostete pro Person 13,50 Euro.
Funchal,
Ort wo der Fenchel wächst, ist die Hauptstadt des Madeira-Archipels und
hat ca. 125.000 Einwohner.
Diese
wohnen vor allem in einzelnen Häusern an den Steilhängen, die Funchals
Hafen wie
ein Amphitheater umschließen. Von der Gondel der Seilbahn aus hat man einen
herrlichen Überblick. Am Hafen ankern regelmäßig Kreuzfahrtschiffe. Außerdem ist
dort ein weltberühmtes Schiff vertäut. Es ist die Yacht von John, Paul, George
und Ringo, den legendären Beatles. Heute wird das Schiff unter dem Namen Vagrant
als Café und Restaurant geführt.
Ein
Vergnügen der besondern Art ist sicherlich die
Markthalle. In der
Markthalle findet man alle nur erdenklichen Obst- und Gemüsesorten in
geflochtenen Weidekörben, Schnittblumen duften und glitzernde Fische türmen sich
ordentlich auf den Ständen. Im vorderen Teil, wo frische Schnittblumen verkauft
werden, stehen vor allem Touristen. Hier kann man Strelitzien, Calla und
Orchideen kaufen und reisefertig verpacken lassen. Im hinteren Teil dagegen, wo
riesige Tintenfische und furchteinflößende Degenfische (espadas) auf den
Verkaufstischen liegen, kaufen Hausfrauen und Restaurantbesitzer ein.
Interessant sind auch die vielen Kachelbilder im Innern der Markthalle.
Die Kathedrale Sé wurde 1915 in gothisch-maurischem Stil als Bischofsitz
geweiht. Auf dem Giebel steht das Kreuz des Christusordens. Die
Natursteinfassade der Kathedrale ist eher schlicht.
Nicht weit vom Hafen befindet sich die Festung São Lourenço, die sich jedoch nicht
besichtigen lässt. Hinter den Festungsmauern residiert heute der Minister der
Republik. Der
Eingang wird durch einen Soldaten bewacht. Der Turm stammt aus dem 16. Jh. Nicht weit von der Festung ist der
Stadtgarten Dona Amélia, den die Städteplaner an der Stelle des abgerissenen
Franziskanerklosters anlegten. Dieser tropische Garten ist eine blühende Oase
mit exotischen Bäumen.
Das Museum Photographia Vicentes (Fotomuseum) liegt im Zentrum der Stadt.
Vicente Comes da Silva war ein berühmter Fotograf aus Funchal. Ein Pionier,
der schon 1865 hier das erste Fotoatelier Portugals gründete. 1982 wurde das
Haus restauriert und als Museum eingerichtet. Es hat einen schönen Innenhof mit
einem Café.
Wir sind dann noch ein Stück steil bergauf in die Oberstadt spaziert. Wir
wollten das Convento de Santa Clara, ein großzügig angelegtes Kloster
(Klarissinnenkloster), anschauen, das zu den architektonischen und historischen
Schätzen Funchals gehört. Leider hatte es zu diesem Zeitpunkt geschlossen. Auch
die Quinta das Cruzes war leider nicht zugänglich. Die Quinta das Cruzes ist ein
prachtvolles Herrenhaus mit einer umfangreichen Sammlung von Kunst- und
Einrichtungsgegenständen. Zu ihr gehört ein märchenhafter Garten, der zugleich
ein archäologischer Park ist.
Danach ging es wieder zurück nach Monte.
Monte gehört wegen der
Wallfahrtskirche, seiner Gärten und den skurrilen Korbschlitten sicherlich zum
Pflichtprogramm für Madeira-Reisende. Für die Einheimischen hat die Kirche Nossa
Senhora do Monte eine besondere Bedeutung, denn die heilige Jungfrau vom Berg
ist die hochverehrte Schutzpatronin von Madeira. Das Herz der Kirche ist das
Bild der Jungfrau, eine kleine Holzstatue in einem Silberschrein.
Unterhalb der Kirche, an der Seilbahnstation vorbei, gelangt man zu der
Station der Korbschlittenfahrer. Man sieht sie auf Kachelbildern und
Briefmarken, denn sie sind eine historische Besonderheit der Insel - die
skurrilsten Verkehrsmittel auf Madeira. Früher ließen sich wohlhabende Bürger und
Touristen in Sänften und Hängematten tragen. Die Ochsenschlitten waren das weitverbreiteste Verkehrsmittel auf der Insel. Untenherum wie ein Schlitten,
obenrum wie eine Kutsche. Sie wurden von zwei Ochsen gezogen. Das ging ganz gut,
weil die Straßen mit runden und sehr glatten Steinchen gepflastert waren. Das
einzige noch vorhandene Verkehrsmittel ist der Korbschlitten, der von Monte aus
die knapp 5 km nach Funchal ins Tal saust. Wer möchte, kann damit entweder nach
Livramento (Dauer: 10 min) oder nach Funchal (Dauer etwas 20 min) in Begleitung
von 2 weiß gekleideten Steuermännern fahren.
Sehenswert ist auch eine öffentliche Gartenanlage in unmittelbarer Nähe der
Korbschlittenstation.
Etwa 300 m oberhalb von Monte liegt
Terreiro da Luta. Seit der
Besiedlung Madeiras gilt Terreiro da Luta als magischer Ort, an dem auch
Marien erschienen sein sollen. Dort errichtete man zum Gedenken an den
Ersten Weltkrieg, von dem auch Madeira nicht vollkommen verschont blieb,
eine 5 m hohe Mariensäule. Der um den Sockel gewickelte Rosenkranz der
Jungfrau besteht aus großen runden Flusssteinen, die mit den Gliedern
der Ankerkette des Schiffes La Surprise verbunden sind. Das französische
Kriegschiff wurde im Ersten Weltkrieg im Hafen von Funchal versenkt.
Leider herrschte bei unserem Besuch dichter Nebel, in dem sogar die
Statue teilweise versank.
In Caniço gibt es ein Bungalow-Hotel namens
Quinta Espléndida.
Diese hat eine wunderschöne blühende Gartenanlage. Einen Spaziergang darin
sollte man sich unbedingt gönnen. Leider hat es bei unserem Besuch dort angefangen zu regnen, so dass
wir unseren Rundgang schnell abbrechen mussten.
Deshalb beschlossen wir, nochmals nach Norden zu fahren, in der Hoffnung,
dass das Wetter dort etwas besser werden würde. Die Fahrt dorthin war recht
abenteuerlich. Durch die wolkenbruchartigen Regenfälle waren die Straßen
teilweise überschwemmt. Kleine Wasserfälle und Bächlein, vermischt mit Lehm und
Sand, machten die Fahrt nicht einfach. Doch sie lohnte sich auf jeden Fall. Denn
im Gegensatz zu unserem ersten Besuch verhielt sich jetzt der Atlantik doch um
einiges wilder. Die Wellen und die dadurch erzeugte Gischt waren teilweise
meterhoch. Ein toller Anblick.
Einen kurzen Halt machten wir am Felsbogen von
Arco de São Jorge.
Geologen behaupten, dass das Gebiet um Arco de São Jorge der Krater eines alten
Vulkans sei, dessen Lavaströme sich Richtung Küste ergossen und eine
abgeschnittene Enklave gebildet haben, die für den Weinbau wie geschaffen ist.
Von dort hatten wir eine wunderbare Aussicht.
Ponta Delgada war früher, als
der Personen- und Warentransport im wesentlichen von Dampfschiffen abgewickelt
wurde, eine wichtige Station. Drei Schiffe pro Woche legten dort an. Für die
Kinder sind die Meerwasserschwimmbecken eine Attraktion und wer sich vor den
Atlantikbrechern nicht fürchtet, kann sich hier mutig in die Fluten stürzen. An
diesem Tag hätten wir das aber niemand empfehlen können, denn die Wellen waren ziemlich
heftig.
Vor der Rückfahrt ins Hotel machten wir nochmals einen Stopp in
Porto Moniz. Die
Meeresschwimmbäder sahen nicht mehr so friedlich aus wie bei unserem ersten
Besuch. Die hohen Wellen rollten dort einfach drüber hinweg. Es war gigantisch!
Erste Station an diesem vorletzten Urlaubstag war die Landzunge
Ponta do Garajau,
nicht weit von Caniço entfernt. Dort erhebt sich seit 1927 eine überlebensgroße
Christusstatue. Diese kleine Imitation der berühmten Christusstatuen von
Lissabon und Rio de Janeiro erfüllt denselben Zweck wie ihre großen Brüder. Sie
soll die Seefahrer schützen. Von hier hat man auch einen schönen Ausblick über
die Küste bis nach Funchal.
Oberhalb von Funchal besuchten wir den Jardim Botanico. Das »Landhaus zum
guten Erfolg« gehörte der schottischen Familie Reid. 1960 wurde der Park der
Quinta als Botanischer Garten eingeweiht, in dem systematisch Pflanzen
aus aller Welt angepflanzt wurden. Viele davon sind beschriftet. Der
Park ist zweigeteilt.
In einem Teil der Anlage riesiger
Garten mit vielen Pflanzen.
Im anderen Teil sind vorwiegend
Tiere wie z.B.
Papageien. Der Besuch hier ist ein absolutes Muss!
An diesem Tag wagten wir noch einmal einen Besuch auf dem Pico de Arieiro.
Leider lag dieser schon wieder im Dunst der niedrig hängenden Wolken, so dass
auch diesmal keine Sicht auf das Tal möglich war.
So fuhren wir etwas enttäuscht weiter. Unterhalb des Berges liegt das
Restaurant Casa de Abrigo do Poiso.
Dort stärkten wir uns mit Blick auf das Kaminfeuer mit einem köstlichen bolo de
caco (warmes Süßkartoffelbrot) und einer hervorragenden Tomaten- bzw. Kohlsuppe.
Anschließend machten wir in
Camacha halt, um in dem
Einkaufszentrum unseren geliebten Cappuccino zu trinken.
In unserem Hotel angekommen machten wir noch einen Spaziergang zum
Nachbarhotel
Lido Galo Mar,
welches nur
ein paar hundert Meter entfernt lag. Dieses Hotel besitzt einen Aufzug, mit dem
man runter zu den Klippen fahren kann. Dort befindet sich auch ein
Meeresschwimmbecken für die Gäste.
Ja, nun hieß es mal wieder Abschied nehmen. Da unsere Rückreise erst gegen
Abend geplant war, blieb uns noch etwas Zeit, in Santa Cruz
bei schönem Wetter spazieren zu gehen, den Markt zu besuchen und uns gemütlich
in einem Café am Strand hinzusetzen. Santa Cruz, unmittelbar vor dem Flughafen,
ist 17 km von Funchal entfernt. Die verlängerte Landebahn reicht bis fast an den
Ort heran. Komischerweise verirren sich nur selten Touristen in den hübschen
Küstenort. Santa Cruz ist eine der ältesten Siedlungen Madeiras und wurde durch
den Zuckerrohranbau schnell reich. Dort findet man unter anderem eine prachtvolle
Kirche, ein schönes Rathaus und ein Gerichtsgebäude. Wenn man durch die schön
erhaltene Altstadt spaziert, kann man sich sehr gut vorstellen, das Santa Cruz
Ende des 19.Jh. eine beliebte Sommerfrische für betuchte Familien aus Funchal
war.
Ja, nun hieß es mal wieder Abschied nehmen. Da unsere Rückreise erst gegen
Abend geplant war, blieb uns noch etwas Zeit, in
Santa Cruz
bei schönem Wetter spazieren zu gehen, den Markt zu besuchen und uns gemütlich
in einem Café am Strand hinzusetzen. Santa Cruz, unmittelbar vor dem Flughafen,
ist 17 km von Funchal entfernt. Die verlängerte Landebahn reicht bis fast an den
Ort heran. Komischerweise verirren sich nur selten Touristen in den hübschen
Küstenort. Santa Cruz ist eine der ältesten Siedlungen Madeiras und wurde durch
den Zuckerrohranbau schnell reich. Dort findet man unter anderem eine prachtvolle
Kirche, ein schönes Rathaus und ein Gerichtsgebäude. Wenn man durch die schön
erhaltene Altstadt spaziert, kann man sich sehr gut vorstellen, das Santa Cruz
Ende des 19.Jh. eine beliebte Sommerfrische für betuchte Familien aus Funchal
war.
Dann war auch dieser Tag zu Ende, wir gaben unseren Mietwagen ab und checkten
ein. Zurück ging es mit einem Flieger
der LTU. Da dieser nicht ausgebucht war, hatten wir eine sehr angenehme
Reise bei großzügigem Platzangebot.