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In Gedanken ...
Ich schaue immer wieder gerne in
das Gästebuch der Meeru-Homepage. Da ist mir ein sehr schöner Beitrag von
Isabella Dübendorfer aufgefallen, den ich Euch nicht vorenthalten möchte. Ich
bedanke mich bei Isabella, die mir erlaubt hat, ihre Gedanken hier aufzuführen.
Thomas
Ferien mit Edelweiss auf Meeru.
Wenn ich in der Nacht so die Insel betrachte, sieht sie so ganz anders aus. Sie
ist viel schöner und geheimnisvoller. Sie verbirgt viele Menschen mit ihren
Sprachen, Kulturen und Geschichten. Hin und wieder hört man einen Vogel, der
noch ganz schnell eine Gutnacht-Melodie pfeift. Und dann wird es ganz Still .
Das Paradies schläft ganz sanft und eingehüllt in der Blauen Lagune. Man kann
nur noch das Meer hören, wie es sich kräuselt am Strand. Aber im Meer holen sich
die Fische ihre Beute. Gefressen und gefressen werden, so lautet nun mal das
Motto, wer überleben will. Am Tag lasse ich es zu, dass der Wind mein Gesicht
und mein Haar streichelt, dass die Sonne meine Haut berührt und schaue immer
wieder hinter mir zurück, wie meine Fussspuren im Sand mich auf Schritt und
Tritt verfolgen. Auch in diesen Ferien hatte ich so manche Gedanken. Ich kann
Liebe nicht erwidern, aber im Schreiben kann ich so viele Gefühle zum Ausdruck
bringen. Das Schreiben bedeutet für mich „Musik“, dass auch sehr viel mit
Gefühlen zu tun hat. Schreiben bedeutet aber auch für mich „Leben“ und das
tägliche Brot. Ich ging jeden Abend auf das Hagern „Club 1919“ Schiff . Und war
ganz toll überrascht, wie viele Sterne es am Himmel gibt. Vielleicht gibt es für
jeden Menschen auf Erden einen Stern am Himmel ! Ooh, da, eine Sternschnuppe!
Wünsch dir was!!!!....... In dem ich so die Sterne betrachte, dachte ich mir,
ein Stern hat keine leichte Aufgabe am Himmel zu stehen. Für uns Menschen ist er
ein wunderschöner Himmelskörper, er funkelt in allen Farben ganz majestätisch.
Aber wenn du einen Stern fragen könntest, wie es ihm geht, ich glaube dann
müssten wir weinen. Er sieht das Elend auf der ganzen Welt. Menschen die an
Hunger sterben müssen . Und dabei hat es für alle genug Nahrung. Menschen die an
Krankheiten leiden. Den Krieg , denn wir sinnlos führen, bloss weil jeder Mensch
denkt, dass er der richtige Gott hat. Und dabei könnten wir uns alle gegenüber
stehen und die besten Freunde sein. Ja, er sieht das Böse im Menschen, getrieben
von Habgier, immer noch mehr zu wollen und selber merkt er gar nicht mehr, wie
gut das er es eigentlich hat. Darum weinen die Sternen und fallen vom Himmel.
Trotzdem wünschte ich mir, abheben zu können, um nach den Sternen zu greifen und
alle meine Gedanken, Sorgen und Ängste, mein Herz, dass voll von Trauer,
Einsamkeit und Hilflosigkeit ist, hinter mir zurück zu lassen. Schon bald heisst
es für mich wieder den Koffer packen und Abschied nehmen. Ich gehe wieder mit
vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen nach Hause. Lebe Wohl meine Oase. Das
Edelweiss macht für mich keinen Halt. Es holt mich vom Paradies zurück in den
Alltag und Realität. Zurück bleiben wieder einmal die Erinnerungen. Die
Menschen, die mir ans Herz gewachsen sind . Die Muschel, die ich zurück lassen
musste und Tränen in den Augen. Das Edelweiss bringt mich wohl behütet wieder
nach Hause. Und ich werde ganz schnell in meinen Alltag zurück kehren und
arbeiten. Und wenn wieder ein Jahr verstrichen ist, heisst es für mich wieder
abheben. Ich werde dann der Edelweiss ganz schön untreu sein, denn mein nächstes
Ziel wird Indien ( Kerala ) sein. Ich möchte so gerne einmal Elefanten sehen und
eine andere Kultur kennen lernen. Ich habe einfach Hunger nach mehr, ich möchte
noch so vieles sehen. Und mein Edelweiss fliegt nicht nach Indien. So bin ich
gezwungen, mit einer anderen Fluggesellschaft zu fliegen. Aber ich werde immer
ein mega grosser Fan sein vom Edelweiss.
Isabella Dübendorfer Saturday, May 18, 2002 at 10:13:04 (EDT)
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