Vom 16.07.2004 bis 23.07.2004 besuchten wir einige interessante Orte im Norden
Deutschlands. Natürlich haben wir auf unserer Route auch wieder ein paar
Leuchttürme "gejagt".
Ostseeinsel Fehmarn
Unser erster Tagesausflug ging zur Ostseeinsel Fehmarn.
Die Insel kann mit dem Auto über die Fehmarnsundbrücke kostenfrei
erreicht werden. Die kombinierte Straßen- und Eisenbahnbrücke wurde 1963
in Betrieb genommen und ist 963 m lang.
Die Insel Fehmarn liegt in Schlewig-Holstein, genauer Ostholstein
inmitten der Ostsee. Sie ist 185 qkm groß und verfügt über ca. 78 km
Küstenlinie. Fehmarn zählt zu den regenärmsten Gebieten Deutschlands;
auf dem Festland fällt im Schnitt ein Drittel mehr Regen.
Durch die Rapsblüte wird Fehmarn auch "Die goldene Krone im blauen Meer"
genannt.
Da der Leuchtturm Flügge nicht direkt mit dem Auto
erreichbar ist, mussten wir ca. 30 min zu Fuß gehen. Der Weg führt uns
quer durch prächtig blühende Felder.
Der 1870 erbaute Leuchtturm steht in Flügge Krummsteer.
Der neue achteckige Turm wurde von 1914 bis 1915 gebaut und ist 35,7 m
hoch. Das gelb/beige Mauerwerk wurde 1976/77 mit rot-weißen
Kunststoffplatten umkleidet.
Der Flügger Leuchtturm ist ein Oberfeuer.
Zuerst wurde die Lichtquelle mit Benzol, dann mit Flüssiggas erzeugt. Ab
1954 wird die Anlage mit Strom gespeist.
Das Leuchttfeuer Strukkamphuk ist schon von der
Fehmarnsundbrücke aus zu sehen und steht direkt am Campingplatz
Strukkamphuk. Es markiert u.a. die Einfahrt in den Fehmarnsund.
Der 1896 aus Eisen errichtete 5 Meter hohe achteckige Leuchtturm wurde
1935 durch einen weißen runden Betonturm (5 m) ersetzt. 20 Jahre lang
leuchtete ein Flüssiggaslicht in dem Turm, bevor ab 1954 elektrifiziert
wurde.
Schon im Jahre 1872 wurde das erste Feuer auf dem Leuchtturm
Strukkamphuk auf einer etwa 3 m hohen Stange entzündet und warnte damals
wie heute vor den steinigen Untiefen.
Der Leuchtturm Westermarkelsdorf befindet sich am
Markelsdorfer Huk in der Dünenlandschaft am nördlichen Binnensee. Der
Turm wurde 1881 erbaut und 1902 aufgestockt. Der achteckige Turm mit der
roten kupfernen Kuppe ist 17 m hoch.
Das benachbarte Haus ist bewohnt.
Das Leuchtfeuer Marienleuchte auf Ohlensborg Huk dient
der Schiffahrt im Fehmarnbelt als Orientierungsfeuer. Da eine
erforderliche Erhöhung des Turmes wegen des schlechten baulichen
Zustandes nicht möglich war, wurde 1964 nördlich des alten Turmes ein
schlanker 33 m hoher Stahlbeton-Leuchtturm errichtet, der zusätzlich
einen roten Warnsektor für den Fähr-Querverkehr der Vogelfluglinie
zeigt.
Der Turm wurde nach der dänischen Königin Sophie Friedericke,
der Gemahlin König Friedrichs VI, benannt, die am Tag der Inbetriebnahme
1832 Geburtstag hatte.
Heiligenhafen
Der Leuchtturm Heiligenhafen wurde 1907 im Ortsteil
Ortsmühle erbaut. 1938 wurde er durch einen viereckigen 19 m hohen Turm
aus Mauerwerk und einer Verblendung aus Ziegelsteinen mit einer eisernen
Laterne als Turmabschluss ersetzt.
Dahmeshoeved
Auf halbem Weg von Fehmarn nach Travemünde ist der
Leuchtturm Dahmeshöved an einem Küstenvorsprung auf einer Geländehöhe ("höved")
errichtet worden. Er dient der Schifffahrt in der Mecklenburger Bucht
als Orientierungsfeuer. Sein früherer rotweißer Anstrich wurde 1982
entfernt. Das an den Turm angebaute Wohnhaus, das Maschinenhaus und ein
1939 errichteter Beobachtungsturm werden heute privat genutzt. Im
Wachturm beobachteten die Leuchtturmwärter rund um die Uhr die
Wetterlage, um bei Nebel die direkt an der Steilküste errichtete
Luftnebelschallanlage in Betrieb nehmen zu können.
Der achteckiger Turm aus rotbraunem Backsteinmauerwerk mit einer Galerie
und roter Laterne ist 28,8 m hoch.
Sylt
Nach Sylt und auch wieder zurück fuhren wir mit dem
Autozug.
Sylt ist mit einer Fläche von ca. 99 km² und einem Umfang mit
197 km die größte Nordseeinsel und ist über den Hindenburgdamm seit
01.06.1927 mit dem Festland verbunden.
Es leben dort ca. 21.000 Einwohner in zwölf Ortschaften. Es gibt dort
50.000 Gästebetten bei über 600.000 Gästen, die dort jährlich Urlaub
machen.
Der 34 m hohe Leuchtturm Hörnum befindet sich auf einer
17 m hohen Düne an der Südspitze Sylts und nahm 1907 seinen Betrieb auf.
Der gusseiserne, rot-weiß gestreifte Turm sichert die Fahrrinne zwischen
Amrum und Sylt.
List befindest sich im Norden Sylts zwischen Strand und
Dünen. Pulsierendes Zentrum des sonst beschaulichen Dorfes ist der
Hafen. Von dort stechen Ausflugsschiffe in See und dort legt auch die
Autofähre zur benachbarten Insel Rømø ab.
Leider hat der Hafen seit seiner Neugestaltung im Jahre 2004 viel von
seiner Originalität verloren.
Eins jedoch ist geblieben: Der Pflichtbesuch bei GOSCH - der
nördlichsten Fischbude Deutschlands. Die Krabbenbrötchen sind die besten
der Welt.
Der Leuchtturm List-Ost am Ellenbogen wurde im Jahre
1857 erbaut und ist 13 m hoch. Er war bis 1977 bemannt in Betrieb und
wird seitdem ferngesteuert.
Der Leuchtturm List-West am Ellenbogen ist ein Leit-
und Orientierungsfeuer. Erbaut im Jahre 1857 am Nordende der Insel Sylt,
war er bis 1977 bemannt in Betrieb, seitdem wird er ferngesteuert. Das
Bauwerk ist 11 Meter hoch. Zusammen mit dem benachbarten List Ost ist er
der älteste aktive Leuchtturm aus Gusseisen in Deutschland.
Kampen ist klein, fein und exklusiv. Natürlich darf
auch nicht der Besuch in der Kupferkanne ausbleiben. Die Kupferkanne
ist ein Kaffeegarten mit Blick auf Heide und Watt. Die Inselspezialität
ist Rhabarber- und Pflaumenkuchen vom Blech. In der Kupferkanne ist es
urig verwinkelt.
Es empfiehlt sich jedoch vor allem in der Hauptsaison
etwas Zeit bei einem Besuch mitzubringen.
Der 62 m hohe Leuchtturm Kampen / Sylt ist ein See- und
Orientierungsfeuer. Erbaut wurde er im Jahre 1856 aus Backstein. 1875
wurde der Turm mit eisernen Korsettringen stabilisiert. 1953 bekam der
Leuchtturm die weiß - schwarze Bemalung zur Tageskennung, 1929 wurde von
Petroleum- auf Elektrobetrieb umgestellt.
Der 11 m hohe achteckige Leuchtturm Rotes Kliff liegt
nördlich von Kampen. Er wurde 1912/13 erbaut und 1975
abgeschaltet. Der Leuchtturm ist nicht mehr in Betrieb und stellt nur
noch eine Tagessichtmarke dar. Er wurde von der Gemeinde Kampen zum
Erhalt erworben.
Das Rote Kliff ist eine 30 Meter hohe Steilkante zwischen den Orten
Wenningstedt und Kampen auf der Nordseeinsel Sylt. Es befindet sich auf
der zur offenen See gelegenen Westseite der Insel.
Schiffsbegrüßungsanlage Schulauer Fährhaus
1952 wurde durch Otto Friedrich Behnke die Schiffsbegrüßungsanlage Schulauer Fährhaus
(Willkomm-Höft) errichtet und eröffnet.
Vorn auf der Brücke steht ein Gerüst mit Lautsprechern, aus denen
Begrüßungs- oder Verabschiedungszeremonien abgespielt werden. Zugleich
senkt sich die Hamburger Flagge zum Gruß und das internationale Signal
für "Gute Reise" wird aufgezogen.
Vom Begrüßungskapitän erhält der Besucher viele Informationen über das
Schiff, welches gerade begrüßt oder verabschiedet wurde.
Hamburg
Für den Besucher in Hamburg ist eine Hafenrundfahrt
eigentlich ein Muss. Der Hamburger Hafen ist der zweitgrößte Europas.
Seine vielen Gesichter reichen von der wundervollen Skyline Hamburgs und
dem beeindruckenden Containerhafen bis hin zur bezaubernden historischen
Speicherstadt und Anlegern, an denen es Ozeankreuzer zu bestaunen gibt.
Der Alte Elbtunnel wurde 1911 eröffnet und war damals
eine technische Sensation. Seit dem Bau des neuen Tunnels 1975 ist der
426,5 m lange Alte Elbtunnel ein Stück Hamburger Geschichte.
Der markante quadratische Kuppelbau an den St. Pauli Landungsbrücken
beherbergt die Maschinerie für die vier großen Fahrkörbe, die Menschen
und Fahrzeuge in fast 24 Meter Tiefe transportieren. Die zwei
gekachelten Tunnelröhren mit einem Durchmesser von 6 m führen zum
südlichen Elbufer nach Steinwerder.
Die Hamburger Alster ist ein beliebtes Ziel von
Einheimischen und Touristen. Diese wunderbare Wasserlandschaft liegt
mitten in der Innenstadt von Hamburg.
Allein die Außenalster ist über 160 Hektar groß. Sie ist nahezu von
Grünanlagen umgeben und zieht natürlich viele Spaziergänger und
Sportbegeisterte an.
Die kleine Binnenalster liegt wunderbar an den schönen Promenaden
Jungfernstieg und Neuer Jungfernstieg. Der Jungfernstieg ist die wohl
schönste Straße Hamburgs. Sie führt entlang am südwestlichen Ufer der
Binnenalster von der Bergstraße bis zum Gänsemarkt.
Auf der Wasserseite des Jungfernstiegs befindet sich der Alsterpavillon,
eines der bekanntesten Cafés von Hamburg.
An der Westseite der Binnenalster zweigt der Neue Jungfernsteg ab. Dort
befindet sich das Luxushotel Vier Jahreszeiten.