Unseren diesjährigen Dänemarkaufenthalt haben wir noch mit einer einwöchigen Rundreise durch Norwegen verbunden.
Anreise nach Oslo über Fredrikshavn
Da die StenaLine-Fähre von Frederikshavn nach Oslo am 09.05.2003 morgens um 10:00 Uhr abfuhr, beschlossen wir,
noch am Vortag nach Frederikshavn zu fahren. Ansonsten hätten wir morgens um 5:30 Uhr in Houvig losfahren müssen.
Die Fahrt von Houvig nach Frederikshavn (ca. 250 km) dauerte ca. 3:15 Stunden.
Radisson Hotel
Da das anvisierte StenaLine Hotel schon ausgebucht war, übernachteten wir im Radisson Hotel.
09.05.2003
Dort bekamen wir ein Zimmer mit einem super Ausblick
auf den Hafen und die Anlegestelle der StenaLine Schiffe.
09.05.2003
Hafenausfahrt
Bei schönstem Wetter liefen wir morgens aus dem Hafen
aus.
Unsere Fähre
Die Überfahrt mit der
Autofähre von StenaLine von Frederikshavn nach Oslo
dauerte von 10:00 Uhr bis 18:30 Uhr. Das Schiff machte auf den zweiten Blick
schon einen älteren und sogar schmuddeligen Eindruck. Das Mittagsbufett war,
da wir eigentlich bisher nur positives gehört hatten, eher enttäuschend. Auch die Freundlichkeit des Personals ließ zu
wünschen übrig. Insgesamt waren wir von StenaLine eher enttäuscht. Aber wahrscheinlich haben wir uns da etwas zu viel
erhofft. Ist ja nur eine Autofähre :-).
Einfahrt in den Oslo Fjord
Umso beeindruckender war die Einfahrt in den Oslo Fjord bei schönstem Wetter.
Das war ein Anblick. So stellten wir uns Norwegen vor.
Die Übernachtung erfolgte nicht, wie geplant, im First Nobel House in Oslo,
sondern im First Hotel Millenium, da im First Nobel House die Klimaanlage ausgefallen war.
Der Wechsel in das andere Haus war vom Hotel schon organisiert und verlief ohne Probleme. Da auch Oslo unter Parkplatznot leidet,
mussten wir einen Tiefgaragenstellplatz mieten. Das kostete uns 150 NOK (ca. 20 Euro). Nicht billig, aber dafür sicher.
Da wir zu müde zum Abendessen waren und Burger King gleich um die Ecke lag,
entschieden wir uns für diesen Abend (einmalig) für Fastfood. Da in Norwegen so ziemlich alles sehr teuer ist, macht
natürlich auch Burger
King mit ca. 17 Euro für 2 Cheeseburger, eine Portion Pommes und eine mittlere
Cola keine Ausnahme. Unser Rat: Ein paar Euro drauflegen und richtig essen gehen.
10.05.2003
Unterwegs
Die Fahrt ging weiter von Oslo nach Beitostølen. Sie
verlief problemlos auf gut ausgebauten Straßen. Leider verschlechterte
sich das Wetter immer mehr, je näher wir unserem Tagesziel kamen.
Raststätte
Auf dem Weg begegneten wir in regelmäßigen
Abständen Rastplätzen
in idyllischer Lage. Abenteuerlich, aber sauber, waren die dort befindlichen Toilettenhäuschen. Hier gab es noch ein
richtiges Plumpsklo ohne Spülung. Erstaunt waren wir, dass sowohl Seife vorhanden war als auch warmes Wasser aus dem
Wasserhahn lief.
Beitostølen
Nach ca. 3:30 Stunden hatten wir Beitostølen, ein Sommer- und Winterferiengebiet, erreicht. Der Ort ist jedoch
ziemlich klein mit ein paar Hotels, Läden und Restaurants. Die Liftanlagen sind in direkter Nähe. Wintersport war hier,
obwohl noch Schnee lag, nicht mehr möglich.
Båtskar-Passhöhe
Nach dem Einchecken im Høyfjellshotell und einem kleinen Imbiss fuhren wir noch etwas weiter in Richtung des 1166m hohen
Båtskar-Passes mit phantastischem Bergpanorama. Dieser Anblick hätte nur noch mit etwas mehr Sonnenschein übertroffen
werden können. Dort sahen die Schneeverhältnisse schon etwas anders aus. Die Schneedecke war durchgehend geschlossen und
der Schnee häufte sich meterhoch an den Straßenrändern. Bald war ein Weiterkommen mit unseren Sommerreifen ohne Gefahr
nicht mehr möglich. Durch den starken Wind und den einsetzenden Schneefall wurde die Sicht gleich Null und der Schnee auf
der Straße immer höher. Da eine Wendemöglichkeit nicht vorhanden war, wendeten wir in einem waghalsigen Manöver auf sehr
glatter Fahrbahn mit kaum Sicht. Zum Glück kam in dieser Zeit kein anderes Fahrzeug.
Das Abendessen nahmen wir im Restaurant des Hotels (Brasseriet) ein. Wir haben Rentier bestellt und es schmeckte
hervorragend. Nach dem Abendessen klärte es auf und es schien die Sonne. Ein schöner Abschluss für diesen Tag.
11.05.2003
Dom in Slidre
Der Tag in Beitostølen begann mit strahlendem Sonnenschein und
blauem Himmel. Wir tankten in Fagernes und fuhren weiter nach Slidre. Sehenswert
ist dort die romanische Steinkirche aus dem 12. Jahrhundert, die wegen ihrer
Größe und Schönheit auch Slidredom genannt wird.
Runenstein in Grindaheim
Weiter ging es nach Grindaheim. Dort steht ein 2,5 m
hoher Runenstein aus dem 12. Jahrhundert. Es stand dort bis Anfang des
19. Jahrhunderts auch eine Stabkirche. Doch die steht jetzt in
Brückenberg zur Schneekoppe im polnischen Riesegebirge. Der Preußenkönig
Friedrich Wilhelm IV ließ sie dort aufbauen, nachdem er sie in Norwegen
für 94 Taler erworben hatte.
Stabkirche in Borgund
In Borgund steht eine der schönsten Stabkirchen des Landes. Sie wurde um 1150
errichtet. Sie gilt als besterhaltenes Beispiel norwegischer Holzbaukunst. Mit
der Stabkirche in Urnes ist sie der älteste Holzbau Europas. Die Kirche besitzt
sechsfach gestaffelte Schindeldächer und die Firstenden sind mit Drachenköpfen
versehen. Das Portal ist mit magischen Schutzzeichen versehen. Im Inneren findet
man geschnitzte Menschenköpfe und Fabelwesen, die eine geheimnisvoll grimmige
Stimmung vermitteln. Man glaubt kaum, dass man sich in einem christlichen
Gotteshaus befindet. Da wir die Kirche außerhalb der Saison besuchten, waren
kaum Besucher vorhanden. Sogar einen Führer, der uns alles erklärte und uns mit
der Taschenlampe leuchtete, hatte wir für uns alleine.
Längster Straßentunnel der Welt
Unsere Fahrt ging weiter durch den längsten Straßentunnel (Lærdals-Tunnel) der Welt mit einer Länge
von 24,5 km. Er wurde Ende 2000 fertiggestellt und ist mautfrei.
Über Auerland ging es nach Flåm, das sich auf der Südseite des wegen seiner
sprichwörtlichen Schönheit weltberühmten Sognefjord befindet.
Stahlheim
Am Ende des schmalen Nærøyfjords liegt der Ort Gudvangen, der von
steilen Felswänden umschnürt ist und selbst im Sommer erst ab 12 Uhr die Sonne
sieht. 13 km von Gudvangen entfernt findet man das Hotel Stalheim, das als Motiv
in nahezu jedem Bildband über Norwegen zu finden ist. Der Blick aus dem
allgemein zugänglichen Garten in den 550 m tiefen Abgrund , auf den
zuckerhutähnlichen Jordalsknut und nicht zuletzt ins enge Nærøydal ist umwerfend.
Abenteuerlich ist die Fahrt nach Stalheim. Wir fuhren die alte
Stalheimskleivi-Straße, die sich über 2 km in 13 Kehren in die Höhe zieht und
dabei bis zu 20 % Steigung überwindet. Diese Straße wurde 1849 nach
siebenjähriger Arbeit fertiggestellt und gilt als bautechnisches Meisterwerk. Es
gibt jedoch auch eine neue Straße, die für Wohnmobile und Gespanne geeignet ist.
Wasserfall Tvinnefoss, Vinje, Sogn og Fjordane und Svingen
Von Stalheim fuhren wir vorbei an dem Wasserfall Tvinnefoss, der sich in
eindrucksvollen Kaskaden über mehrere Stufen zu Tal ergießt, nach Vinje. Dort
teilt sich die Straße. Wir fuhren rechts auf die R 13. Die Straße klettert
serpentinen- und panoramareich auf das Vikafjell hinauf und erreicht an der
Bezirksgrenze zu Sogn og Fjordane ihren mit 986 m höchsten Punkt. Es lag dort
noch sehr viel Schnee und wir fuhren immer wieder durch Schneeverwehungen. Bei
Svingen konnten wir eine tolle Aussicht auf den Sognefjord und den
Fostefonn-Gletscher genießen. Weiter unten konnten wir auch schon die Häuser von
Vik erkennen. Auch dort steht eine Stabkirche, die wir allerdings aus
Zeitgründen nicht mehr besichtigen konnten. Sie gilt jedoch als eine der
interessantesten Stabkirchen, wurde 1130 erbaut und thront in beherrschender
Lage auf einem Hügel. Dort stand sie nahezu fast 700 Jahre unverändert und wurde
im 19. Jahrhundert umfassend restauriert.
Fähre von Vangsnes nach Hella
Nach ca. 12 km erreichten wir Vangsnes. Von dort setzten wir mit der Fähre (Preis: 74 NOK),
die ca. 20 mal pro Tag pendelt, über nach
Hella. Nach 38 weiteren km hatten wir dann Sogndal erreicht. Die Fahrstrecke an
diesem Tag betrug etwa 300 km, die wir in ca. 6:15 Stunden zurückgelegt
hatten.
Hofslund Fjord Hotel in Sogndal
Sogndal liegt an der Engstelle zwischen dem Sogne- und dem Barnesfjord
und bietet keine besonderen Sehenswürdigkeiten. Dort übernachteten wir im Hofslund
Fjord Hotel. Dieses Hotel ist schon ziemlich alt und hat seine Glanzzeit
sicherlich schon erlebt, aber für eine Nacht war
es ok. Das Zimmer war geräumig und sauber. Auch das Bad entsprach voll unseren
Erwartungen. Die einzige Möglichkeit zum Essen, die wir in Sogndal fanden, war ein Chinese. D
as Essen war dort wider Erwarten jedoch recht gut.
12.05.2003
Fähre nach Fodnes
Von Sogndal waren es noch 11 km bis nach Kaupanger. Von dort fuhren wir
mit der Fähre (Preis: 116 NOK) nach Fodnes.
Unterwegs nach Bergen
Über Vinje, Voss und Dale ging es nach Bergen, wo wir
nach ca. 250 km und ca. 5 Stunden Fahrt ankamen.
Strandhotel in Bergen
Die Zufahrt nach Bergen kostete 10 NOK Maut. Wir übernachteten im
Strand Hotel in Bergen. Da es dort jedoch kaum Parkplatzmöglichkeiten gab, war
das Parken für 130 NOK (ca. unter 17 Euro ??) deshalb im Innenhof sehr beengt und
abenteuerlich. Das
uns zugewiesene Zimmer war leider mit Sicht in den Innenhof, was aber für eine
Nacht nicht so schlimm war. Das Zimmer und das Bad sind sehr schön und komfortabel eingerichtet. Auch an der Rezeption
wurden wir sehr freundlich und zuvorkommend behandelt. Das Hotel können wir
deshalb sehr
empfehlen. Erwähnenswert ist die Sonnenterasse des Hotels. Von hier aus hat man
einen super Ausblick über einen Teil von Bergen.
Bergen
Bergen ist mit seinen 230.000 Einwohnern nach Oslo die zweitgrößte Stadt in
Norwegen, ist sehr schön gelegen und hat, kurz gesagt, sehr viel Flair. Bergen ist
mit durchschnittlich fast 3000 mm Niederschlag die regenreichste
Stadt Norwegens. Das haben wir leider auch gleich zu spüren bekommen.
Wir konnten leider infolge einsetzenden Regens nur einen kurzen Spaziergang
unternehmen. Dieser führte uns in das alte Hanseviertel Tyske Brygge, das als
die bedeutendste historische Sehenswürdigkeit der Stadt gilt und von der UNESCO
in die Liste der erhaltenswürdigen Baudenkmäler aufgenommen wurde. Hier befanden
sich einstmalig die Wohnviertel der deutschen Kaufleute, hier herrschte
hanseatisches und nicht norwegisches Recht. Das verwirrende Labyrinth von
Gässchen, miteinander verschachtelten Kontoren, Stiegen und Galerien lädt zu
einem Streifzug in das Mittelalter ein.
Restaurant Dicken's
Als der Regen stärker wurde, brachen
wir unseren Spaziergang ab und suchten uns ein Restaurant. Nach einiger Suche und
etwas Glück hatten wir dann auch eines mit einer gemütlichen, urigen Atmosphäre
gefunden, das "Dicken's". Sehr empfehlenswert!
13.05.2003
Unterwegs
Von Bergen fuhren wir durch eine wunderschöne Gegend
nach Halhjem.
Fähre nach Sandvikvåg
Von dort ging es weiter mit der Fähre nach Sandvikvåg,
dann durch den Tunnel nach Valevåg.
Fähre von Arsvågen nach Mortavika
Die Überfahrt von Arsvågen nach Mortavika
mussten wir erneut mit einer Fähre vornehmen. Dann ging es durch zwei weitere Tunnel nach Mekjarvik.
Über Stavanger erreichten wir dann Sandnes. Diese Fahrt
war sehr teuer durch die zwei Überfahrten und die zwei gebührenpflichtigen
Tunnel. An diesem Tag fuhren wir durch eine ganz andere Gegend. So ungefähr stellen wir uns
die Landschaft in Schottland vor.
Hotel Sverre in Sandnes
In Sandnes übernachteten wir im Hotel Sverre. Dieses Hotel können wir jedoch
nicht empfehlen. Im
Zimmern stank es so muffig, als ob dieses schon seit Monaten nicht mehr
benutzt wurde und auch nicht gelüftet worden ist. Überhaupt ist Sandnes kein
touristisch attraktiver Ort. Er ist der uninteressanteste Ort, welchen wir auf unserer
gesamten Norwegenreise sahen. Die einzige Attraktion in Sandnes war für uns das Abendessen im
Steakhaus. Dort war es ausgezeichnet.
14.05.2003:
Unterwegs
Von Sandnes ging es auf der 44 (nicht E39) in Richtung Flekkefjord.
Die Fahrt auf der 44 war sehr interessant und abwechslungsreich.
Leuchtturm von Kystverket
Auf dem Weg besuchten wir noch den Leuchtturm von
Kystverket.
Flekkefjord
Es war eine kurvenreiche Berg- und Talfahrt.
Unbedingt empfehlenswert! In Flekkefjord machten wir kurz Rast
und stärkten uns mit Cappuccino und Apfelkuchen mit Eis und Schlagsahne. Alles
war mit Liebe zum Detail zubereitet. Dieses Cafe (Kaffebørsen) können wir sehr empfehlen.
Nach dieser kurzen Rast ging es weiter auf der E39. Bei Vigeland fuhren wir auf die R460
den 27 km langen Weg nach Kap Lindesnes.
Leuchtturm Kap Lindesnes
Kap Lindesnes ist eine Halbinsel, auf
der sich ein Leuchtturm erhebt. Felsdurchsetzt und windzerzaust präsentiert sich
hier die Landschaft. Vom Leuchtturm aus konnten wir ein herrliches Panorama auf
die zerrissene und nahezu vollkommen vegetationslose Felsküste genießen, an der
sich die mächtigen Dünungswellen der Nordsee brechen.
Kristiansand
Zurück auf der E39 fuhren wir weiter nach Kristiansand.
Auf der Fahrt hatten wir überwiegend gutes Wetter. Es regnete nur
einmal. Ansonsten gab es stellenweise ein sehr interessantes Spiel
zwischen Wolken und blauem Himmel.
Centrum Park Hotel in Kristiansand
Übernachtet haben wir im Centrum Park Hotel in Kristiansand.
Dies ist ein sehr nettes Hotel mit schönen Zimmern, das wir empfehlen können.
15.05.2003
Lillesand
7 km von Kristiansand entfernt liegt Lillesand. Lillesand gilt mit seinen
zahlreichen alten Häusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert als Norwegens Vorzeigeort in Sachen
Holzarchitektur und wirkt in seiner Geschlossenheit wie
ein einziges großes Stadtbaumuseum. Wir können nur jedem empfehlen, die schmalen
gewundenen Gassen dieses rund 3.000 Einwohner zählenden Städtchen entlang zu schlendern.
Risør
Unser nächster Besuch galt dem Städtchen Risør. Risør liegt unter anderem mit
den Orten Langesund und Krageø an der so genannten Riviera am Skagerrak. Diese
Orte werden auch "Weiße Orte" genannt, die als die schönsten Seebäder
Norwegens gelten. Malerisch breiten sie sich hinter langgestreckten Stränden
aus, liegen im Schutz ausgedehnter Schärengürtel (Schäre: kleine,
buckelartige Klippe; Insel, die der Küste Skandinaviens und Finnlands
vorgelagert ist) oder schmiegen sich in Felsbuchten. Mal präsentieren sie sich
eng und verwinkelt mit Kopfsteinpflastern, dann wieder großzügig mit ihren
Promenaden und Parkanlagen, schmucken Holzhäusern und Villen und berichten
allesamt von dem Wohlstand, der hier während Norwegens großer Schifffahrtszeit,
der Windjammerepoche, herrschte.
Risør besticht durch eine schicke Uferpromenade, hinter der sich stilvolle
Patrizierhäuser aneinander reihen. Der als Barockstadt gepriesene Ort gilt als
der malerischste Ort des Südens und besitzt mit der Heilig-Geist-Kirche von 1647
die typischste Barock-Kirche des Königreiches. Wir haben in einer Bäckerei
Kaffee getrunken und dort eine sehr nette alte Dame kennen gelernt, die sehr gut
deutsch sprach. Sie lebte ca. 3 Jahre in Hamburg. Ihr Mann fuhr zur See.
Das Wetter an diesem Tag war überwiegend gut. Mal
Sonnenschein, mal Wolken und auch mal einen Wolkenbruch.
Tønsberg / Leuchtturm Verdens Ende
Übernachtet haben wir im Hotel Maritim in Tønsberg. Es ist
ein älteres Hotel, das aber einen sehr sauberen Eindruck machte. Es versprüht noch einen gewissen Flair, den
man heute nur noch selten in Hotels erlebt. Die Dame an der Rezeption sprach sehr
gut deutsch und war sehr freundlich und hilfsbereit.
Am Wasser gibt es sehr
viele Restaurants. Wir haben eines ausprobiert, das "La Barca". Es war nicht so toll. Eher
Abzocke. Das Preis-/Leistungsverhältnis war so schlecht, wie nie zu vor. Wir
können es nicht empfehlen.
Abends machten wir noch einen Abstecher nach Verdens Ende. Da hört die
Straße einfach vor dem Meer auf. Unser dortiges Ziel, der Leuchtturm, war
leider ziemlich weit weg und für uns
nicht erreichbar. Da kommt man nur noch mit dem Schiff hin oder im Winter über
das Eis. Schade!
16.05.2003
Holmenkollen in Oslo
Wir machten uns an diesem letzten Tag auf die Fahrt von Tønsberg nach Oslo. In Oslo
besuchten wir die Skischanze Holmenkollen. Es gibt dort ein interessanten Museum
rund ums Skifahren und -springen. Man hat auch die Möglichkeit, auf den
Schanzenturm (erst mit dem Aufzug, dann über Treppen) zu gehen. Ein
beeindruckender Ausblick aus dieser Höhe. Wer ein bisschen Action verträgt, kann
mit einem Ski-Simulator einen Sprung wagen und sich dann anschließend eine
Abfahrt hinunterstürzen.
Künstlerort Drøbak
Da wir bis zur Abfahrt unserer Fähre noch etwas Zeit hatten, besuchten wir
noch den Künstlerort Drøbak, der an der engsten Stelle des Oslofjords liegt und
ca. 30 km von Oslo entfernt ist. Auch heute sind hier noch viele Kunstschaffende
zu Hause, was sich in der Anzahl der Galerien, Kunstgewerbeläden und
Ausstellungen widerspiegelt. Von der Kaimauer oder Aussichtsterrasse des
Hafenrestaurants kann man den vielen großen und kleinen Schiffen zuschauen, die
hier den Oslofjord passieren. Nicht zu sehen ist allerdings der Kreuzer
"Blücher", der hier im Zweiten Weltkrieg mit Kurs auf Oslo von der Festung aus
versengt wurde.
Hafen in Oslo
Danach hatten für noch ein wenig Zeit, im Hafen von
Oslo spazieren zu gehen.
StenaLine
Wir konnten dabei auch beobachten, wie die StenaLine am
Hafen anlegte.
xx
Am Abend erfolgte dann die Rückfahrt mit der StenaLine von Oslo nach Frederikshavn.
Die Fahrzeit betrug 12:00 Stunden. Diesmal hatten wir
eine (Außen-) Kabine, damit wir in der Nacht etwas schlafen konnten. Die Kabine
war ok, aber leider sehr hellhörig. Erstaunt waren wir über die Qualität des
Abendessens (Buffet). Nachdem wir auf der Hinreise doch sehr enttäuscht waren,
war das Abendessen sehr gut. Auch das Personal war wesentlich freundlicher. Das
relativierte doch etwas den gewonnenen schlechten Eindruck von der Hinfahrt.
Rückfahrt durch den Oslo Fjord
Die Rückfahrt bei untergehender Sonne durch den Oslo
Fjord war nochmals ein besonderes Erlebnis.
Erläuterungen zur Tour und unser Fazit:
Die Idee zu unserer Tourgestaltung haben wir aus verschiedenen Reisekatalogen.
Für Norwegen gibt es einen Fjordpass, dem viele Hotels angeschlossen sind. In
diesen Hotels kann man vergünstigt übernachten. Alle Hotels (Übernachtung
mit Frühstück) haben wir über ein Reisebüro (NORDLAND TOURS GmbH) in Hannover vorgebucht.
Es ist das einzige Reisebüro in Deutschland, dass
diese Fjordpass-Hotels vorbucht. Die Reservierung für alle Hotels hat wunderbar
geklappt.
Auch das Essen ist nicht gerade billig. Abraten würden wir vom so genannten
Fastfood. Im Gegensatz zu Deutschland ist es völlig überteuert. Wenn Essengehen, dann
in einem richtigen Restaurant. Dort ist es zwar auch nicht billig, aber das
Preis-/Leistungsverhältnis ist das Beste. Und die Küche in Norwegen ist
überwiegend gut.
Norwegen ist ein sehr beeindruckendes, aber auch teures, Land. Die Schönheit
der Natur übertraf unsere Vorstellungen bei weitem. Oftmals kamen wir uns vor
wie in einer Modelleisenbahnlandschaft. Winzig erscheinende farbenfrohe Häuser
vor einer meterhohen Bergkulisse bieten einen märchenhaften Anblick.
Unterschiedliche Landschaftsbilder bieten auch der Osten und der Westen
Norwegens.
Die Straßen sind in überwiegend gutem Zustand und dementsprechend ohne
Probleme befahrbar. Das Tankstellennetz ist gut ausgebaut, wir haben jedoch sicherheitshalber immer
frühzeitig nach einer Tankmöglichkeit Ausschau gehalten.
Da wir von Bergen sehr wenig gesehen haben, möchten wir nochmals nach Bergen.
Aber nicht mehr mit dem Auto, da die Parkplatzmöglichkeiten doch sehr rar sind.
Vielleicht fliegen wir mal über ein verlängertes Wochenende hin. Wer weiß? Auf
jeden Fall möchten wir auch noch den Norden Norwegens erkunden.