Der erste Teil unserer Reise führte uns 2007 nach Portugal.
Infos über den zweiten Teil unserer Reise (Spanien/Andalusien) vom 27.09.2007
- 08.10.2007 gibt es hier.
Anreise
Die Anreise erfolgte von Stuttgart aus nach Jerez de la Frontera
(in Spanien).
Unser Mietwagen
Dort holten wir unseren Mietwagen, einen Ford C-Max, ab und machten uns
auf den Weg an die spanisch-portugiesische Grenze. Die Fahrzeit betrug
ca. 3 Stunden.
Hotel Iberostar Suite Islantilla
Wir wählten das
Hotel Iberostar Suite Islantilla in Spanien aus. Grund dafür war, dass
sowohl das Hotel als auch der Mietwagen in Spanien günstiger als in
Portugal sind. Dies traf auch auf den Flug zu. Da das Hotel nur einige
Kilometer von der Grenze entfernt war, konnten wir von dort aus optimal
unsere täglichen Ausflüge nach Portugal vornehmen.
Das 4-Sterne-Hotel wurde 2005 gebaut und liegt ca. 200 m vom Sandstrand
entfernt.
Das
Hotel ist ziemlich groß und verfügt auf 4 Etagen über insgesamt 48
Familienzimmer und 250 Junior-Suiten. Die Rezeption hat 24 Stunden
geöffnet, es ist auch deutschsprachiges Personal vorhanden. Im Gebäude
befindet sich eine Lobby-Bar und ein Buffet-Restaurant. Wir hatten die
Unterkunft mit Halbpension gewählt, auch All-Inclusive ist möglich.
Leider war das Abendessen nicht immer optimal, oft war das Essen
geschmacklos oder sehr versalzen. Zudem war das Geschirr (Gläser,
Besteck, Teller) überwiegend schlecht gereinigt, so dass wir uns oft um
ein neues sauberes Geschirr bemühen mussten.
Die Junior-Suiten sind großzügig und geschmackvoll eingerichtet und sehr
sauber. Sie verfügen über einen Balkon, Sat-/Kabel-TV, Telefon, Minibar,
Kühlschrank und Mietsafe.
Von unserem Balkon aus konnten wir wunderschöne Sonnenaufgänge genießen.
Cabo de Sao Vicente
Cabo de Sao Vicente ist das südwestlichste Ende des europäischen
Festlandes. Die Klippen erreichen eine Höhe von 40 m. Es gibt dort viele
Angler, die mit langen Schnüren geduldig auf einen Fang hoffen.
Besucht haben wir dort den Imbisswagen "Letzte Bratwurst vor Amerika".
Dieser wird betrieben von deutschen Auswanderern. Es gibt dort Original
Nürnberger und Thüringer Bratwürste, die aus Deutschland importiert
werden.
Der Leuchtturm Cabo de Sao Vicente ist der lichtstärkste Europas und sendet sein Signal
bis zu 95 km weit über das Meer.
Ponta da Piedade
Ponta da Piedade ist eine von bizarren Buchen, Grotten und Tunneln
durchgezogene Felsspitze. Von dort aus hat man einen spektakulären Blick
über die Bucht von Lagos. Über eine in den Fels eingefügte 20 m lange
Treppe kann man hinab zum Meer gehen. Dort bieten Fischer während der
Saison Grottenfahrten an.
Der Leuchtturm von Ponta da Piedade wurde 1913 erbaut.
Ponta de Sagres
Ponta de Sagres liegt südwestlich von Sagres auf einer etwa 300 m
breiten Landzunge mit steil abfallenden Klippen. Dort befindet sich die
Festungsanlage "Fortalez de Sagres". Diese soll von dem englischen
Korsar Sir Francis Drake 1587 zerstört und anschließen wieder aufgebaut
worden sein.
Der Leuchtturm Ponta de Sagres wurde 1894 erbaut und hat eine Höhe von 13 m.
Cabo Carvoeiro
Der Leuchtturm Cabo Carvoeiro liegt in einer landschaftlich schönen Klippenformation.
Nicht weit davon befindet sich auch ein für die Landschaft typisches
Loch (Algares). Durch Regenwasser und gewisse chemische Prozesse wird
Fels abgebaut. Die dadurch entstehenden Spalten werden im Laufe der
Jahre immer größer.
Benagil
Benagil ist ein kleiner Ort mit einem schönen Sandstrand.
Albufeira
Albufeira liegt an einer schönen weitläufigen Bucht. In den Vororten
entstehen in der Nähe der Felsküste einige Bettenburgen. Albufeira
selber blieb vom Massentourismus weitgehend verschont. Vom Praia de
Pescadores hat man einen schönen Ausblick auf die bunten Boote.
In der Nähe von Albufeira steht auch ein kleines Leuchtfeuer.
Grenze zwischen Spanien und Portugal
Tägliche fuhren wir über die
Grenze von Spanien nach Portugal.
Ponta do Altar
Die südwestlichste Stelle an der Küste von Ferragudo ist die Ponta do Altar. Es bietet sich ein
schöner Blick bis nach Portimao.
Der Leuchtturm Ponta do Altar wurde 1893 gebaut und hat eine Turmhöhe
von 10 m.
Praia da Falesia
Die roten Sandfelsen der
Praia da Falesia erstrecken sich über viele Kilometer am schönen
Sandstrand entlang. Das Rot kommt dadurch zustande, dass sich Lehmerde
mit Kalkstein und Muscheln verfestigte. Sieht echt toll aus, nicht
umsonst wird dieser Abschnitt als "Europas schönste Küste" bezeichnet.
Quarteira
Quarteira, ein Badeort mit einem großen Sandstrand, ist eine lebhafte,
typisch portugiesische Kleinstadt. Der Fischereihafen, mit seinen vielen
Fischerbooten, wurde vor einigen Jahren neu ausgebaut.
In der Markthalle von Quartiera kann man den Fang der Fischer bewundern und natürlich auch
käuflich erwerben.
Vila Real de Santo Antonio
Vila Real de Santo Antonio wurde von Marques de Pombal in nur 5 Monaten
im Jahre 1774 gebaut. Die Straßen und Gebäude wurden schachbrettartig
angelegt. So war eine schnellere Fertigstellung möglich. Die Stadt mit
ihren rund 13.000 Einwohnern liegt an der Grenze zu Spanien. Die meist
zweistöckigen Gebäude haben jeweils sieben Fenster- oder Türöffnungen.
Da viele Spanier zum einkaufen kommen, haben sich die Geschäfte auf
deren Kaufwünsche eingestellt. Vor allem Tuchwaren sind sehr beliebt.
Der Leuchtturm von Vila Real de Santo Antonio wurde 1923 erbaut und ist
46 m hoch.
Faro
Faro ist mit ca. 60.000 Einwohnern die Verwaltungshauptstadt der
Algarve. Durch die historischen Viertel schlängeln sich Fußgängerzonen,
es gibt hübsche Straßencafes, viele Baudenkmäler und Museen. Die
Altstadt wird von einer mittelalterlichen Befestigungsmauer mit
Stadttoren eingeschlossen. Die Wege und Plätze sind gepflastert.
Viele Gebäudeteile der Kathedrale wurden durch Erdbeben und durch die
englischen Truppen zerstört. Diese wurden später wieder angebaut. Nur
der Glockenturm und das Portal lassen noch die frühgotische Bauphase
erahnen. Im Innern befindet sich die orientalisch bemahlte Orgel, die
von dem deutschen Johann Uhlenkamp zu Beginn des 18. Jh. gebaut wurde
und 2007 restauriert wurde. Im angrenzenden Kirchhof können eine
Knochenkapelle und die Reste eines römischen Forums besichtigt werden.
Von der Kathedrale hat man einen tollen Ausblick über Faro, dessen
Yachthafen und das Meer. Am zentralen Platz vor der Kathedrale steht das
Rathaus und der Bischofspalast.
Da der Flughafen von Faro in direkter Nähe liegt, lassen sich sehr schön
die an- und abfliegenden Flugzeuge beobachten.
Olao
Olao lebt immer noch vom Fischfang, was man auch an den vielen
Fischrestaurants erkennen kann. Die Häuser in Olao bestehen meist aus
zwei bis drei Stockwerken und haben arabisch anmutende Flachdächer und
Türme.
Frischen Fisch gibt es in der neu restaurierten Markthalle.
Cacela-a-Velha
Cacela-a-Velha ist ein idyllisches Örtchen ca. 10 km von Tavira
entfernt. Die Einwohner leben von der Muschelzucht. Der Dorfplatz ist
berühmt, da dort viele Modeaufnahmen gemacht und sogar schon einige
Spielfilme gedreht wurden.
Estoi
In
Estoi wollten wir eigentlich den Schlossgarten besuchen. In diesem soll
es zahlreiche Kachelbilder und Büsten geben. Dort steht auch
der romantische Palacio do Visconde de Estoi. Der Palast hatte seit dem
19. Jh. mehrere Besitzer und im Laufe der Zeit auch mehrmals umgebaut.
Leider war der Park wegen Restaurierung geschlossen. Diese Arbeiten
sollen noch bis August 2008 andauern.
Manta Rota
Manta Rota ist in den letzten Jahren als Feriensiedlung sehr gewachsen.
Trotz dem Wachstum blieb der Ort von schlimmen Bausünden bisher
verschont. Der Strand gehört zu einem der schönsten und saubersten
Stränden Europas. Hier hat sich auch schon Pablo Picasso niedergelassen.
Tavira
Tavira wird auch manchmal "Venedig am Atlantik" genannt. Na ja - ganz
trifft das wohl nicht zu. Doch sehenswert ist Tavira allemal. Am Fluss
Gilao, in dem sich die Gebäude spiegeln, kann man schön spazieren gehen.
Auf dem Weg durch die Stadt begegnen einem viele vornehme Stadtpaläste.
Auf dem Burghügel findet man das leider weitestgehend zerstörte
Castello. Im inneren befindet sich eine schöne Gartenanlage, die von
Festungsmauern umrahmt wird. Von den Mauern bietet sich ein Blick auf
die Dächer von Tavira bis hin zum Meer.
Neben dem Castello steht die Pfarrkirche Santa Maria do Castelo. Diese
wurde auf den Grundmauern einer Moschee errichtet. Aus dem Minarett
wurde ein mächtiger Glockenturm.
Lagos
Lagos liegt ca. 30 km von Cabo de Sao Vicente und hat ungefähr 15.000
Einwohner. Der Hafen von Lagos war im 15. Jh. Ausgangspunkt für
zahlreiche Afrikaexpeditionen, an denen auch Heinrich der Seefahrer
teilnahm. Gil Eanes gelang 1434 die Umsegelung des sagenumwobenen Kap
Bojador vor der marokkanischen Südküste. Lagos hat unzählige
Straßencafes und die vielen kachelverzierten Bürgerhäuser ziehen die
Blicke des Besuchers an.
Neben dem arabischen Stadttor erhebt sich die Festung Ponta da Bandeira.
Seit dem 17. Jh. sichert diese den Hafen vor Raubüberfällen.
Während unseres Besuches fand ihn der Festung eine Ausstellung des
Künstlers Jose Maria S. Pereira statt.
Portimao
Portimao, mit 35.000 Einwohner hat den zweitgrößten Fischerhafen der
Algarve. Viele Häuser wurden bei einem Erdbeben 1755 zerstört, so das
wenig alte Bausubstanz vorhanden ist. Im alten Hafenviertel liegen etwas
versteckt einige urige Restaurants. Von der neuen Uferpromenade sieht
man auch die alte Eisenbahnbrücke. Im 19. Jh. verarbeiteten noch 60
Konservenfabriken den Fisch, wovon nach dem EU-Beitritt noch eine Firma
überlebte.
Von Faro nach Ilha Deserta
Ilha Deserta (unbewohnte Insel) ist Portugals südlichster Punkt, liegt
etwas 8 km von Faro entfernt und ist mit einem Ausflugs-Katamaran gut zu
erreichen. Mit diesem fährt man durch die Kanäle der geschützten Natur
der Ria Formosa. Ilha Deserta ist im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel
für Strandgänger, Angler und Muschelsucher. Dort gibt es auch ein
Restaurant, das "O Estaminé".
Der Leuchtturm von Ilha da Culatra ist 28 m hoch. Er begegnete uns auf der Fahrt nach Ilha
Deserta.
Auf der Insel Ilha Deserta steht ein kleines Leuchtfeuer.
Ria Formosa
Der Naturpark Ria Formosa liegt 2 km östlich von Olhao. Er besteht im wesentlichen aus
einem ca. 3 km langen Rundwanderweg mit verschiedenen Stationen, welche
alle sehr interessant erschienen. Doch leider war dieser Besuch sehr
enttäuschend. Außer den Salzwiesen mit ihrer bunten Vogelwelt und der
restaurierten Gezeitenmühle gab es eigentlich kaum interessantes zu
sehen. So blieb uns sowohl ein Besuch der Vogelpflege- und
Aufzuchtstation verwehrt, als auch die pudelähnlichen algarvianischen
Wasserhunde durften wir nicht in Aktion sehen. Diese können bis zu 4 m
tief tauchen und halfen früher beim Fischfang. Ob es wohl an der
Nebensaison lag?
Aljezur
In Aljezur haben sich in den 1980er-Jahren viele Deutsche angesiedelt.
Deshalb wird hier auch heute noch deutsch gesprochen. Hoch über der
Stadt liegt eine arabische Festung, die jedoch beim Erdbeben im Jahre
1755 zerstört wurde.
Praia da Bordeira
Die Praia da Bordeira hat vor allem bei Ebbe den größten Sandstrand der
Küstenregion und ist ein Mekka für Surfer. Es liegt nicht weit von dem
Dorf Carrapateira.
Praia de Amado
Über ein Schotterpiste gelangt man zur Praia de Amado. Auch von hier hat man einen tollen Ausblick auf die
Küste.
Zwischen Praia da Bordeira und Praia de Amado
Auf unserer Fahrt machten wir wischen Praia da Bordeira und Praia de Amado
immer wieder an der atemberaubenden Küste Halt.