Der zweite Teil unserer Reise führte uns 2007 nach Spanien.
Infos über den ersten Teil unserer Reise (Portugal/Algarve) vom 18.09.2007 -
26.09.2007 gibt es hier.
Hotel Playa de la Luz
Das
Hotel Playa de la Luz, ca. 2 km von Rota entfernt, hat uns mit seinen
andalusischen Stilelementen, den schönen Innenhöfen mit typisch
spanischem Flair vom ersten Tag an begeistert. Der Garten ist sehr
gepflegt, es gibt viele Blumen, Palmen und Orangenbäume.
Das Personal ist sehr nett und hilfsbereit und spricht auch deutsch. Die
Hotelführung legt sehr viel Wert auf Umweltschutz. Was bietet das Hotel
sonst noch? Es gibt eine Snackbar, eine kleine Boutique und ein Raum mit
Internet-PCs. Auch für genügend Parkplätze ist gesorgt.
Das Hotel hat 168 Doppelzimmer und 60 Suiten. Die sehr schönen und
sauberen Zimmer bieten Telefon, Sat-TV, Internetanschluss,
Mietsafe, Minibar, Klimaanlage, Föhn, Bad, Dusche, WC und Balkon oder
Terrasse.
Das Restaurant ist rustikal eingerichtet und bietet ein reichhaltiges
Buffet mit verschiedenen spanischen und internationalen Gerichten.
Der naturbelasse Strand lädt zu ausgiebigen Spaziergängen ein.
In der Hotelhalle hängen einige Bilder, mit denen dokumentiert wird, wie
das
Hotel Playa de la Luz früher aussah.
Nach dem Abendessen konnten wir sehr schöne Sonnenuntergänge beobachten.
Rota
Rota hat ca. 26.000 Einwohner liegt im Norden der Bucht Cadiz. Am
Stadtrand befindet sich ein Militärstützpunkt der spanischen und der
U.S. Navy. Um nach Rota zu gelangen, muss man erst mal um das große
Sperrgebiet herumfahren.
In
Rota treffen der alte und der neue Leuchtturm aufeinander.
Vom Hotel aus kann man am Strand bis nach Rota spazieren gehen.
Dabei konnten wir auch einige Gleitschirmflieger beobachten.
Huelva
Huelva ist der Industriestandort Andalusiens. Es hat einen wichtigen
Erzverschiffungshafen, den Aufschwung verdankte Huelva den
Mineralvorkommen am Rio Tinto. Bei der Durchfahrt sind auch die
Chemieanlagen unübersehbar. Auch die damit verbunden
Geruchsbelästigungen sind uns aufgefallen. Schon von weitem ist die
riesige Statue zum Gedenken an Kolumbus zu sehen, der von Huelva aus
in Richtung Amerika in See stach.
Den Leuchtturm von Huelva steht auf einer Landzunge. Aufgrund der schlechten Straße konnten
wir leider nicht näher an ihn ran.
Den Leuchtturm Faro de Picacho bei Huelva haben wir durch Zufall entdeckt.
Palos de la Fronteira
Das Kloster Rabida bei Palos de la Frontera war im Kolumbusjahr 1992 eine
Attraktion bei den Besuchern. Es wurde für diesen Anlass sorgfältig
restauriert. Es soll besonders schöne Innenhöfe haben und auch die
Aussicht auf die Mündung des Rio Tinto soll sehr reizvoll sein. Leider
war es bei unserem Besuch geschlossen.
In Palos de la Frontera wollten wir eigentlich das Kolumbusdenkmal, das von
der nordamerikanischen Bildhauerin Gertrude Vanderbilt Whitney aus
Granit geschlagen und 1929 an der Mündung des Rio Tinto aufgestellt
wurde, besuchen. Leider haben wir dort nur noch Überreste aufgefunden.
Wolkenspiele
Bei unseren Unternehmungen konnten wir einige interessante Wolkenformationen beobachten.
Chipiona
Der Leuchtturm Faro de Chipiona wurde 1867 gebaut und ist mit 69 Meter der höchste
Spaniens. Er liegt an der Spitze eine kleinen Landzunge.
Chipiona mit seinen ca. 17.000 Einwohnern ist vor allem wegen seiner
großen Sandstrände und dem Leuchtturm bekannt. Im Sommer besuchen viele
tausende, hauptsächlich spanische Touristen, das Städtchen. Vom
Leuchtturm aus kann man sehr schön die Sandsteinkirche "Virgen de Regla"
sehen.
Cabo de Trafalgar
Cabo de Trafalgar ist eine geschichtsträchtige felsige Landspitze. Es
wurde durch den Sieg des dort tödlich verwundeten englischen Admirals
Nelson über die spanisch-französische Flotte im Jahre 1805 berühmt. An
das Dünenkap schließen sich die schönen Strände von Canos de Meca an,
die einst von "Hippies" entdeckt wurden. Heute findet man dort viele
Surfer.
Der Leuchtturm Faro de Trafalgar wurde von 1861-1892 gebaut und ist 34 m hoch.
Leuchtturm Novo Sancti Petri
Der Leuchtturm Novo Sancti Petri steht auf einer gleichnamigen Befestigungsanlage im
Meer.
Leuchtturm Algeciras
Lange suchen mussten wir den Leuchtturm von Algeciras. Das Hafengebiet ist dort komplett für Besucher gesperrt.
Algeciras liegt an der Straße von Gibraltar.
Leuchtturm Faro de Punta Carnero
Ein sehr schöner Leuchtturm ist der Faro de Punta Carnero.
Leuchtturm Punta de Europa auf Gibraltar
An der Südspitze des Felsens, dem Europa Point, steht der Leuchtturm von
Gibraltar, Victoria Tower. Erbaut wurde der Leuchtturm zwischen 1838 und
1841 und hat eine Turmhöhe von 19 m. Zu sehen ist auch eine Moschee.
Paloma
Auf unserer Fahrt nach Tarifa und wieder mal auf der Suche nach
Leuchttürmen machen wir einen kurzen Halt an einem Strand in der Nähe
von
Paloma
Tarifa
Tarifa ist der südlichste Ort Spaniensund liegt an der engsten Stelle
der Straße von Gibraltar. Bei guter Sicht kann man in der Ferne die
marokkanische Küste mit dem Berg Musa sehen. Der Ort ist ein Eldorado
für Windsurfer, da dort das ganze Jahre über starke Winde wehen. Deshalb
gibt es dort auch zahlreiche Windenergieanlagen.
Der Leuchtturm von Tarifa wurde 1861 gebaut und hat eine Turmhöhe von 33 m.
Estepona
Estepona hat einen großen Fischerei- und Yachthafen und eine lange
palmengesäumte Meerespromenade, auf der man herrlich spazieren gehen
kann.
Der Leuchtturm von Estepona, Punta de la Doncella, ist seit 1853 in Betrieb und ist 21 m
hoch.
Leuchtturm Punta Mala
Der Leuchtturm von Punta Mala war gar nicht so einfach zu finden, da durch die vielen neu
gebauten Golfanlagen die gesamte Straßenführung geändert wurde.
Jerez de la Frontera
Jerez de la Frontera hat ca. 192.000 Einwohner und liegt ca. 14 km von
der Küste entfernt. Es repräsentiert das ländliche Andalusien und wird
auch gerne die kleine Schwester von Sevilla genannt. Jerez ist die
Heimatstadt des berühmten Sherry. Früher fanden auf dem "Circuito de
Jerez" Formel-1-Rennen statt. Jerez ist sehr unübersichtlich, vor allem
auch aus der Sicht des Autofahrers. Parkplätze sind sehr begrenzt. In
der Innenstadt geht es sehr eng zu. Zum Glück liegen die meisten
Sehenswürdigkeiten eng beisammen.
Das im 12 Jh. gebaute Alcazar ist das bedeutendste Monument der Stadt
aus arabischer Zeit. Alcazar stammt von dem arabischen Wort al-qasr und
umschreibt eine von Mauern umgebene Gebäudegruppe, das als Festung
genutzt wurde. Von ursprünglichen Alcazar sind noch folgende Elemente zu
sehen: Die zwei Tore, die Moschee, die maurischen Bäder und der
achteckige Turm. Eine schöne Anlage, die sehr sehenswert ist.
Die fünfschiffige Kathedrale San Salvator (Stiftskirche), die erst im
18. Jh. vollendet wurde, hat eine mächtige Kuppel. Sie hat eine große
vorgelagerte Freitreppe und wie Flügel aussehende Strebepfeiler. Der
Glockenturm steht separat, hier kann man deutlich das ehemalige Minarett
erkennen. Früher stand dort eine Moschee.
Vejer de la Frontera
Vejer de la Frontera steht sein 1976 unter Denkmalschutz und ist eines
der schönsten Städtchen an der Atlantikküste. Weiß und glänzend liegt es
am Hang eines 200 m hohen Hügels. Es hat ca. 13.000 Einwohner und liegt
10 km von der Küste entfernt. Früher prägten Mauren den Ort, ihre
Kultur ist heute noch zu bemerken. Die Frauen von Vejer trugen bis Mitte
des 20. Jh. schwarze Gewänder (cobijadas) mit denen sie sich
verschleierten. Der Dorfmittelpunkt mit seinem schönen gekachelten
Brunnen war früher Stierkampfarena.
Conil de la Frontera
Conil de la Frontera zählt als sehr empfehlenswerter Badeort an der
andalusischen Atlantikküste. Unterhalb des Ortes, der auf einem Hügel
liegt, erstrecken sich kilometerlange Strände. Unter Denkmalschutz steht
der Ortskern rund um das alte Stadttor. Der gotische Turm "Torre de
Guzman" und die Kirche "Santa Catalina" mit ihrer außergewöhnlichen
Architektur sind sehenswert.
Zwischen Conil de la Frontera und Roche
Weiter nördlich dehnt sich der Pinienwald von Roche aus. Dort stehen
entlang der Steilküste viele Sommervillen.
Leuchtturm Cabo Roche
Fährt man weiter, kommt man zu dem Leuchtturm Cabo Roche.
Ronda
Ronda ist vor allem durch seine Lage bekannt. Es liegt auf einer Höhe
von 780 m auf einem rundum steil abfallendem Felsplateau. Eine 100 bis
180 m tiefe Schlucht, der Tajo, trennt die Alt- und Neustadt. Die
Abgründe werden insgesamt von drei Brücken überspannt. Die bekanntest
Brücke ist die Puente Nuevo, die "Neue Brücke". Der Blick ist nach allen
Seiten hin atemberaubend. Die Altstadt ist maurisch geprägt, da Ronda
711 in arabische Hand fiel.
Cadiz
Cadiz hat ca. 160.000 Einwohner und gilt als die älteste Siedlung
Andalusien. Sie wurde um 1100 vor Christus von Phönizier gegründet. Es
empfiehlt sich unbedingt ein Spaziergang an der Uferpromenade am
Atlantik entlang. Dabei kann man die Ausblicke auf das Meer so richtig
genießen.
Das Castillo de Santa Catalina wurde Ende des 16. Jh. gebaut. Es hat den
Grundriss eines fünfzackigen Sterns.
Die Festungsinsel De San Sebastian ist durch einen Damm mit der Stadt
verbunden.
Dort steht auch der Leuchtturm von Cadiz.
Sevilla
Sevilla mit rund 700.000 Einwohner ist die Hauptstadt Andalusiens. Die
Kulturdenkmäler Sevillas prägen mehr als 2000 Jahre Stadtgeschichte.
Torre del Oro, der "Goldene Turm" liegt direkt am Fluss Guadalquivir und
wurde 1220 gebaut. Man sagt, dass früher die Kuppel mit goldenen Ziegel
bedeckt waren, die aus der Ferne glänzten. Heute ist in ihm eine
Marinemuseum untergebracht, früher wurde es auch als Gefängnis benutzt.
Neben dem Petersdom in Rom und der St. Paul's Cathedral in London ist
die 130 m lange und 83 m breite Kathedrale Santa Maria de la Sede die
drittgrößte Kirche der Welt und zudem eines der schönsten gotischen
Kirchen. Sie wurde 1506 vollendet. Kurz nach der Vollendung stürzte die
Kuppel ein, die 1509 erneuert wurde. Zuvor stand dort eine Moschee aus
dem 12 Jh. Im inneren befindet sich mit 23 m Höhe und 12 m Breite der
größte gotische Hochaltar. Dort wird u.a. das Leben Marias und Jesu
geschildert. Neben der Kathedrale steht die sogenannte Giralda, ein 97 m
hoher Glockenturm. Über 34 Rampen und eine Treppe erreicht man oben die
Plattform.
Von der Giralda hat man eine tollen Panoramablick auf Sevilla. Man kann
auch sehr schön die Stierkampfarena erkennen, in der 18.000 Menschen
Platz finden.
Auf der halbkreisförmigen Plaza de Espana steht der Palacio de Espana,
ein monumentales Gebäude, dessen Fassade durch Türme abgeschlossen wird.
Er wurde von dem Architekten Anibal Conzales entworfen. An der
Frontseite des Gebäudes sieht man viele Kacheln. Auf diesen werden jeweils von
den 52 spanischen Provinzen Szenen ihrer Geschichte dargestellt. Ein
Kanal durchzieht den inneren Halbkreis.
Die einstige Tabakfabrik wird heute als Universität genutzt. Der riesige
Bau aus dem 18. Jh. hat mehrere Innenhöfe. Früher drehten dort über
10.000 Arbeiterinnen Zigarren. Da die Ware sehr wertvoll war, wurde
diese sehr gut bewacht. Zeugen davon sind die auch heute noch sichtbaren
Gräben und Wachthäuschen.
Abreise
Nach drei interessanten Wochen in Portugal und Spanien traten wir vom
Flughafen Jerez unsere Rückreise nach Deutschland an.